Bei der Windkraft muss es scheinbar jetzt ganz schnell gehen. Dass der Gemeinderat ebenso wenig an Entscheidungen beteiligt ist wie die Bürger, das wundert Peter Schellenberg gewaltig, wie er in seiner Lesermeinung schreibt.
Kaum hat man Kenntnis über die Windkraftanlagen im Bereich Vaihingerwald - immerhin geht es um eine Fläche von rund 220 Hektar, nur ein geringer Teil davon ist auf Rottweiler Gemarkung -, schon wird in der Gemeinderatssitzung am 24. April der vom Land beauftragte Investor, der Energiekonzern RWE, präsentiert, der im Staatswald außerhalb der Rottweiler Gemarkung Windkraftanlagen bauen wird.
Gleichzeitig erfährt man, dass man als Gemeinderat kaum an den Entscheidungen beteiligt ist. Offensichtlich muss das ganz schnell gehen, daher gibt es faktisch keine Bürgerbeteiligung und auch der Aufwand zum Artenschutz ist deutlich reduziert. Hat der Klimaschutz nun Priorität vor dem Artenschutz?
Irritiert über Vorgehensweise
Ich war in der betreffenden Gemeinderatssitzung doch sehr irritiert über die gesamte Vorgehensweise, insbesondere über die Tatsache, dass nicht die Landesregierung selber über ihr großes Vorhaben die Bürger direkt informiert, sondern nur den Investor vorschiebt. Dabei war das Mitnehmen von Bürgern immer großes Thema.
Gibt die Landesregierung dem Klimaschutz jetzt auch den Vorrang vor der Bürgerbeteiligung?
Peter Schellenberg, Rottweil