Dominik Sowieja erreicht beim Ironman von Cozumel das Ziel. Der Hochemminger belegt Rang fünf und löst somit das WM-Ticket. Foto: Sowieja

Jahrelang hat er darauf hingearbeitet, war oft nahe dran. Nun erfüllt sich der Hochemminger Dominik Sowieja seinen ganz großen Traum. Der 32-jährige Triathlet löst in Mexiko das WM-Ticket.

Beim Ironman von Cozumel setzte sich bei den Männern der Belgier Bart Aernouts in 7:39:24 Stunden durch. Nach 7:50:52 Stunden kam Dominik Sowieja auf Rang fünf ins Ziel. Damit sicherte er sich einen Slot für die Ironman-WM 2025.

 

Dominik Sowieja, Glückwunsch zur WM-Quali, das war ja Ihr ganz großes Ziel. Wie wurde in Mexiko gefeiert?

Erst einmal mit zahlreichen Videocalls mit Freunden und einem entspannten Abend mit gutem Essen. Für viel Party steckte im Körper nicht mehr ganz so viel Energie.

Und wie war die Resonanz in der Heimat?

Die war mega. Sehr viele Nachrichten haben mich erreicht. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Viele, die meinen Werdegang verfolgen, wissen auch, dass sehr viel harte Arbeit dahinter steht.

Der Ironman von Cozumel ist besonders für die aufgrund der Strömungsverhältnisse schnellen Schwimmzeiten bekannt. Wie lief es bei Ihnen über die 3,86 km im Wasser?

Das stimmt. Dazu kommt das kristallklare Wasser und die tolle Unterwasserwelt, für die man aber im Wettkampf leider keinen Blick übrig hat. Das Schwimmen begann sehr gut. Ich konnte recht komfortabel in der Gruppe mitschwimmen. Nach 44:46 Minuten kam ich auch schon innerhalb der Top 10 aus dem Wasser. Die Strömung variiert auch immer wieder recht stark, aber traditionell sind die Zeiten vier bis fünf Minuten schneller als gewöhnlich.

Weiter ging es über 180 km auf dem Rad. War weiter alles im Plan?

Auf dem Rad ging es von Beginn an zur Sache, da alle starken Radfahrer zusammen waren. Die Gruppe war auch sukzessive etwas größer, was es sehr unrhythmisch machte. Immer wieder standen 400 Wattspitzen auf dem Tacho, was schon richtig weh tut bei einer Langdistanz. Leider ging im ungünstigsten Moment eine Attacke der „besten“ Radfahrer los, mit welchen ich eigentlich vom Rad steigen wollte. Aber ich wusste, dass ich auch alleine gut unterwegs bin – und auch noch einen schnellen Marathon in meinen Beinen habe.

Wie war dann die Ausgangslage vor dem abschließenden Marathon?

Es war nicht ganz meine Wunschposition, dazu wäre ich schon mit Bart Aernouts, Leon Chevalier und Chris Leiferman vom Rad gestiegen. Aber schnell lag ich bereits auf Platz fünf, der für die Quali ausreicht. Zu dem Zeitpunkt konnte ich auch noch bis 5 zählen (lacht).

Sie kamen dann nach starken 7:50:52 Stunden eben auf Rang fünf ins Ziel. Wussten Sie da schon, dass dies für einen Slot bei der Ironman-WM 2025 reichen wird?

Ja. Schon ab etwas Kilometer sieben wusste ich genau, auf welcher Position ich liege.

Die WM im kommenden Jahr findet, da nun die Frauen auf Hawaii starten, nicht im Triathlon-Mekka, sondern in Nizza ab. Egal – oder doch irgendwie schade für Sie?

Das große Ziel ist natürlich Hawaii. Da steckt noch einmal ein ganz anderer Mythos dahinter. Aber eine WM ist eine WM – die besten 50 Triathleten der Welt sind am Start. Nizza bietet auch die Möglichkeit, das Sportler eine Chance haben, denen das Profil auf Hawaii vielleicht nicht ganz so entgegenkommt. Außerdem ist die Einreise viel entspannter. Es können zudem viel mehr Freunde und Verwandte die WM dort miterleben.

Und wie geht es nun weiter? Hängen Sie noch ein paar Tage im warmen Mexiko dran?

Ich bleibe erst einmal noch eine Woche im warmen Mexico. Ich liebe das Land einfach. Nächste Woche geht es dann wieder zurück nach Deutschland. Dort steht in nächster Zeit so einiges an, was auch viel Arbeit mit sich bringt.