Die Firma muss neu organisieren, um an den Leitungen arbeiten zu können. Und das Gerüst muss aus dem Wasser.
Joachim Ledwig, Geschäftsführer der Nahwärme Brigachschiene, steht am Donnerstagmorgen mit Handy am Ohr neben der Irmabrücke. Noch am Tag zuvor war entlang der Brücke, quer über die Brigach, ein großes Baugerüst gestanden. Das ist komplett zusammengestürzt und liegt, von Wasser umspült, im Fluss.
Ledwig ist dabei, alles Notwendige zu organisieren, um den Vorfall zu regeln. Das Regierungspräsidium ist bereits mit an Bord, immerhin handelt es sich hier auch um eine wasserrechtliche Angelegenheit. Und irgendwie sollte das Gerüst auch geborgen werden. Als es in der Nacht auf Mittwoch regnete und stürmte, müssen mehrere große Äste in den Standbeinen des Baugerüstes hängen geblieben sein. Dann hat sich wohl mehr und mehr Material angesammelt, das den Fluss entlang trieb. Dem Druck durch das Wasser gab das Gerüst schließlich nach – und fiel in sich zusammen.
Das Nahwärmenetz Brigachschiene liefert Nahwärme für Teile der Innenstadt, entsprechend wurde Technik unter der Irmabrücke verlegt. „Wir müssen die Leitung vor UV-Einwirkung schützen. Sie muss verkleidet werden“, erklärt Joachim Ledwig, warum seine Firma an der Brücke zugange ist.
Eigentlich hätte das Unternehmen das schon lange erledigt, die Firmen seien allerdings nicht sofort verfügbar gewesen. So habe sich das lange gezogen. Jetzt stand das Gerüst, dann kam der Baum.
Sperrung notwendig
„Jetzt haben wir ein Problem. Das Gerüst muss raus“, sagt Ledwig. Dazu ist eine verkehrsrechtliche Anordnung notwendig, die Straße muss halbseitig gesperrt werden. Für die Arbeiten an den Leitungen ist wieder ein Gerüst notwendig. Wie genau das aussehen wird, müsse sich allerdings noch klären: „Eventuell mittels Gelenkbühne“, sagt Ledwig. Die könnte vom Ufer aus die Arbeiter zur Brücke hieven.