Das Publikum kommt beispielsweise beim Lampionumzug und der Festhandlung nicht nur aus Hechingen selbst.
Fred West hätte seine helle Freude gehabt: Die Festhandlung am 79. Kinderfest hat längst nicht nur die Hechinger zusammengebracht, sondern Menschen aus der ganzen Region ins Stadtzentrum gelockt.
Denn das große Schauspiel, aufgeführt am Samstag des Kinder- und Heimatfests, gilt zu Recht als einer von dessen Höhepunkten. In ihrem traditionellen Lampionumzug zogen die kleinen Hauptakteure vom Fürstengarten zum feierlich herausgeputzten Rathaus.
Es dunkelte bereits sacht. Eine flirrende Vorfreude lag in der Luft. Was folgte war immer wieder schön, für alle, die es kennen. Und für jene, die es zum ersten Mal sahen eine höchst beeindruckende Aufführung mit Musik, Tanz, Literatur und Schauspiel. Diese bestach bei rund 70 Akteuren durch so viel Liebe zum Detail bei Kostümen und Requisiten sowie ehrlicher Hingabe, dass einem das Herz aufging.
Rund 500 Grundschulkinder saßen erwartungsfroh und strahlend mit ihren selbstgebastelten Lampions vor der Bühne. Auch viele 100 Zuschauer warteten gespannt, am Rathaus und vor der überdimensionalen LED-Leinwand. Denn was hier Jahr für Jahr in vielen Monaten Vorbereitung entsteht, ist unnachahmlich zauberhaft. Zum Glück hielt das Wetter.
Erzählt wurde traditionsgemäß die Geschichte von Fred West, der in die Vereinigten Staaten ausgewandert war und das Hechinger Fest für alle Kinder zu Ehren seiner verstorbenen Tochter Irma angeregt hatte. Indirekt platzierte Spots und die dezente Giebelbeleuchtung schufen eine feierliche Atmosphäre. Zudem stiegen 800 weiße Luftballons in den Abendhimmel auf.
Die Erstklässler wurden – stilecht mit einem Gänsefüßchen-Gebäck – in die Irma-West-Gemeinschaft aufgenommen. Die Kernaussagen des Stücks waren zeitlos wie nie: Wir sind eine Weltgemeinschaft, und jedes Kind auf der Welt soll lachen können.