Der Inzlinger Rat hat dem Ergebnisabführungs-Vertrag zugestimmt. Es geht um erneuerbare Energien und um die Badenova.
In der Ratssitzung wurde dem Abschluss eines sogenannten Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Badenova und der Badenova-Erneuerbare zugestimmt. Die Kommunalmanagerin der Badenova, Melanie Laba, erläuterte die Gründe für den Vertragsabschluss, der rechtlich einer Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung der Badenova bedarf.
Danach stärkt der Gewinnabführungsvertrag vor allem den Ausbau von erneuerbaren Energien.
Mit der Gründung der Badenova-Erneuerbare Gesellschaft zum 1. Januar 2024 setze die Badenova daher ein Zeichen für den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie. Die neue Tochtergesellschaft bündle die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Stromerzeugung und ergänze die bestehende Struktur der Badenova-Gruppe. Für die Gemeinde Inzlingen, die an der Badenova beteiligt ist, bedeute dies, dass mögliche künftige Ausschüttungen steigen können, abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung des Gesamtkonzerns. Der Vertrag stärke zudem die Planungssicherheit für alle Beteiligten und unterstreiche das langfristige Engagement der Badenova für eine nachhaltige Energiezukunft.
Klare Regeln
Um die wirtschaftliche Sicherheit dieser neuen Gesellschaft zu gewährleisten und die Partnerschaft mit der Gemeinde Inzlingen klar zu regeln, werde nun ein Gewinnabführungsvertrag beschlossen. Dadurch würden mögliche Gewinne der Badenova-Erneuerbare an die Muttergesellschaft Badenova abfließen – wie bereits bei anderen Tochterunternehmen des Konzerns üblich, so die Kommunalmanagerin.
Das sagt die Politik
Dass die komplexe Materie auch für den ein oder anderen Gemeinderat nicht ganz verstanden werden konnte, belegten Einlassungen von Thilo Glatzel (SPD). Er fragte, warum eine Tochtergesellschaft gegründet werden müsse. Gleichzeitig warfen andere Räte die Frage auf, ob nicht auch etwaige Verluste von der Gemeinde zu tragen seien. Dies bestätigte Laba, warf jedoch ein, dass dies relativ unwahrscheinlich sei und diese dann auch mit den Gewinnen verrechnet würden. Für die kommenden fünf Jahre rechne man jedoch mit deutlichen Gewinnen, was man schon jetzt absehen könne.