Der Inzlinger Haushalt wird durch das Frankendarlehen belastet. Foto: Rolf Rombach

Inzlingen hat sparsam gewirtschaftet, ein Frankendarlehen sorgt aber für einen höheren Schuldenstand.

Der Gemeinderat Inzlingen hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsabschluss 2018 beschlossen. Die Verzögerung ist damit begründet, dass zunächst umfangreiche Umstellungsmaßnahmen in Folge des neuen Kommunalen Haushaltsrechts 2014 notwendig waren, worauf die vier vorangegangenen Jahresabschlüsse aufbauten. Durch die Personalwechsel 2018 und 2023 konnte erst jetzt die Bilanz vorgelegt werden. Gleich zwei Besonderheiten waren mit der Verabschiedung verbunden: Markus Haag (Gemeinsam für Inzlingen) war bis Sommer 2018 der Inzlinger Kämmerer. Entsprechend enthielt er sich der Stimme als einziges Gremiumsmitglied.

 

Doch auch sein Nach-Nachfolger Patrick Grun ist nicht mehr im Amt, da er seit dem 1. Mai in der Kommunalaufsicht des Landratsamts tätig ist. Als „sachkundiger Bürger“ stellte er dennoch eine seiner letzten Amtshandlungen vor. „Wir haben sparsam gewirtschaftet. Doch durch die Wertberichtigung des Frankendarlehens wurde der Schuldenstand größer“, berichtete Grun.

Trotz einer Tilgungsleistung von 46 000 Euro hätten sich die Verbindlichkeiten erhöht. Ende 2024 gab es für einen Franken nur noch 0,94 Euro. 2018 lag der Kurs zwischen 1,12 und 1,17 Euro.

Das Missverhältnis gab es bereits im Jahresabschluss 2017, es fiel aber dort nicht so deutlich auf, da mehr Tilgungsleistungen erbracht wurden. Markus Haag schlug daher vor, die „Inzlinger Besonderheit“ der Frankendarlehen aus Transparenzgründen künftig separat in der Bilanz auszuweisen. Mit 98 000 Euro lag der Haushalt 2018 über dem Planansatz. 31 000 Euro kamen alleine durch Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer. Ohne Gegenstimme und mit einer Enthaltung verabschiedete der Gemeinderat den Jahresabschluss.