Das Virus verbreitet sich im Kreis Rottweil offensichtlich wieder etwas stärker. Foto: Thaut Images - stock.adobe.com

Das Infektionsgeschehen im Kreis Rottweil nimmt wieder zu. Zu erkennen am Inzidenzwert. Dieser lag am Donnerstagabend schon bei 66,5, am Freitagabend dann beträgt er  75,8. Schon die Tage zuvor überstieg er die kritische Marke  von 50.

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Kreis Rottweil - Für Freitag gibt die Kreisbehörde 31 neue Infektionen bekannt. 103  Fälle sind noch aktiv. Bislang wurden 136 Gestorbene im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gezählt.
Dass die Pandemie im Kreis wieder an Fahrt gewinnt, darauf weist der stetig steigende Inzidenzwert hin.  Mit 75,8 ist der Wert höher als im  Landesdurchschnitt (49,3).   Zudem ist die britische Virusmutante im Kreis festgestellt worden – zu allem Übel in einem Pflegeheim in Sulz. Dort scheint die Lage wenigstens unter Kontrolle, wie das Landratsamt auf Anfrage mitgeteilt hat: In Zusammenarbeit mit der Heimleitung sei es gelungen, den Ausbruch auf einen Wohnbereich beschränkt zu halten. Dies zeige, dass das Hygienekonzept des Hauses gut funktioniere.

Insgesamt 15 Infektionen mit Mutation

Dennoch führen die Zahlen, die am Freitag von der Landkreisbehörde bekannt gegeben werden, vor Augen, dass es in Sulz im Vergleich zu anderen Gemeinden zu vermehrten Neuinfektionen gekommen ist: Zehn weitere Fälle werden bekannt gegeben. Insgesamt gibt es 15 Virusfälle mit Mutationen im Kreisgebiet. Doch die Menschen, das ist der Eindruck von Landrat Wolf-Rüdiger Michel,  haben  genug von den Restriktionen. Die Sehnsucht nach einem normalen Leben ist groß. Zu spüren bekommen dies die Politiker, die sich im Land gerade im Wahlkampf befinden. Kritiker der Coronaregeln, die das Land seit Monaten in einem Lockdown halten, machen dagegen mobil. In Rottweil wollen sie  am Samstag mit einem Autokorso ihrem Unmut Luft verschaffen.

Das  Landratsamt   hat im Falle von möglichen Hochinzidenzgebieten in den Nachbarländern vorgebaut und eine  Allgemeinverfügung. Sie   regelt Ausnahmen für Grenzpendler, Grenzgänger und nahe Angehörige und tritt am  Samstag in Kraft. Damit soll eine praktikable und einheitliche Regelung geschaffen werden. Absicht ist eine  Erleichterungen für Grenzpendler und Grenzgänger, für Personen, die nahe Angehörige besuchen sowie für Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im grenzüberschreitenden Einsatz.  Der Wortlaut der Allgemeinverfügung ist  auf der Homepage des Landratsamtes unter  Bekanntmachungen abzurufen.

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