Die Weiler Gemeinschaftsschule – im Bild der Altbau – wird erweitert. Foto: Beatrice Ehrlich

Trotz knapper Kassen will die Stadtverwaltung Weil am Rhein zentrale Projekte in Angriff nehmen und weiterführen. Ein Thema ist den Verantwortlichen besonders wichtig.

Im Rahmen eines Pressegesprächs zum Haushaltsentwurf 2026, gab Oberbürgermeisterin Diana Stöcker einen Überblick über die geplanten Investitionen.

 

Auch wenn man angesichts knapper Kassen priorisieren müsse, will die Stadtverwaltung an vielen Projekten festhalten.

Diese wurden zum Teil bereits begonnen, beziehungsweise müssen nur noch abgeschlossen werden. Einige darunter, etwa die Schaffung barrierefreier Bushaltestellen, sind gesetzlich vorgeschrieben.

Nicht zuletzt sind für etliche dieser Projekte schon Fördergelder beantragt worden.

Die Vorhaben im Einzelnen: Im Bereich Hochbau steht die Erweiterung der Gemeinschaftsschule mit 4,3 Millionen Euro an erster Stelle. Es folgen 1,7 Millionen für die Brandschutzsanierung am Kant-Gymnasium, 1,5 Millionen für Schlusszahlungen zur Rathauserweiterung, 682 000 Euro als erste Planungsrate für das neue Feuerwehrhaus Nord, 347 000 Euro für die Ertüchtigung der Realschule, 150 000 Euro für einen Erweiterungsbau der Leopoldschule sowie 108 000 Euro für den Umbau des Stufenhörsaals im Oberrhein-Gymnasium.

Kanderbrücke und Kreisel-Ertüchtigung

Geplant im Bereich Tiefbau sind die Brücke über die Kander (470 000 Euro), Bushaltestellen (400 000 Euro), die Läublinstraße und die Heinrich-Haas-Straße (375 000 und 360 000 Euro). 348 000 Euro sind für die Gestaltung der Achse Rathausplatz-Dreiländergalerie vorgesehen, weitere 248 000 Euro für den Restumbau der Müllheimer Straße. 300 000 Euro sind für die Ertüchtigung des Kreisels Colmarer Straße vorgesehen. Mit jeweils 200 000 Euro stehen ein Radweg Heldelinger Straße-A5-Brücke und die Erschließung der hohen Straße im Plan.

Friedhofserweiterung und „Pocket-Parks“

Hinzu kommen geplante Investitionen im Bereich öffentliches Grün: 900 000 Euro für die Grünanlage an der „Hohen Straße“, 360 000 Euro für den ersten Bauabschnitt der Friedhofserweiterung, 330 000 Euro für die Schulhofsanierung am Kant-Gymnasium und 270 000 Euro für Klimaanpassungsmaßnahmen, konkret zwei „Pocket-Parks“ am Messe-Parkplatz und in der „Kronen“-Kurve.

Schulen und Feuerwehr sind der Stadt wichtig

Die Weiler Schulen und die Feuerwehr waren der Stadtverwaltung bei der Planung besonders wichtig, unterstrich Stöcker. Dass sie sich damit im Einklang mit dem Gemeinderat befindet, wurde bei zwei Gemeinderatsklausurtagungen herausgearbeitet, berichtete sie.

Sondervermögen könnte helfen

Noch in den Sternen steht indessen, wie sich das beschlossene Sondervermögen des Bundes für Projekte in den Bereichen Bildung, kritische Infrastruktur sowie Brücken, Straßen und Wege auf den Weiler Finanzhaushalt auswirken wird. Entsprechende Ansprüche können theoretisch rückwirkend bis zum 1. Januar 2025 geltend gemacht werden. Allerdings: fast alle Weiler Projekte würden unter diese Klassifizierung fallen, merkt.