Einen Weihnachtsmarkt soll es dieses Jahr wieder an der Linachtalsperre geben, aber mit Änderungen. (Archivfoto). Foto: Kommert

Der Haushalt 2025 kam im Vöhrenbacher Gemeinderat auf den Tisch. Dabei wurden einzelne Positionen auf Antrag der Gemeinderäte geändert. Der Weihnachtsmarkt an der Linachtalsperre soll wieder stattfinden – aber mit Änderungen.

Erneut ging es im Gemeinderat um den Haushalt 2025. Kämmerer Armin Pfriender referierte ausführlich über wichtige Positionen aus dem umfangreichen Zahlenwerk. Dazu gab es auch einzelne Anfragen oder Anmerkungen aus dem Gremium. An einzelnen Stellen wurde auch auf Antrag der Gemeinderäte bestimmte Positionen geändert.

 

Ein wichtiges Beispiel dafür ist die Sanierung beim Dach der Aussegnungshalle beim Vöhrenbacher Friedhof. Vorgesehen war hier die Dachhälfte mit Photovoltaik auszustatten. Andrea Pietrek, CDU, macht allerdings deutlich, dass eine einmalige Baustelle sinnvoller wäre. Daher beschloss der Gemeinderat, gleich das ganze Dach mit Photovoltaik auszustatten für insgesamt 100 000 statt ursprünglich 50 000 Euro.

Straßenunterhaltung

Ein immer wieder angesprochenes Thema ist die Straßenunterhaltung. Vorgesehen waren hier 270 000 Euro. Armin Pfriender macht allerdings deutlich, dass diese Mittel meist nicht aufgebraucht werden, weshalb der Ansatz hier auf 170 000 Euro gesenkt wurde. Auf jeden Fall saniert werden soll für rund 80 000 Euro die Schleifestraße. Weitere dringende Maßnahmen sind Absenkungen der Straße in Urach Streichenbach und in der Schwimmbadstraße.

Keine Förderung mehr

Daniel Weisser, BWV, schlug vor, die De-minimis-Beihilfen in der Landwirtschaft als Förderung für den Viehbestand abzuschaffen. Auch Andrea Pietrek, selbst betroffen, stimmte dafür. Der Ansatz im Haushalt hatte allerdings nur 3500 Euro betragen.

Weihnachtsmarkt findet wieder statt

Angesprochen wurde die Finanzierung des Schulbusses für Langenbach, was aber noch nicht geklärt ist. Geplant ist in diesem Jahr wieder ein Weihnachtsmarkt an der Linachtalsperre. Hier forderte Albert Schwörer, BWV, dass der Shuttlebus nicht mehr kostenlos sein dürfte. Dies sei auch geplant, so Bürgermeister Heiko Wehrle, auch für die Stände gibt es neue Gebühren.

Einige Sanierungen

Fest aufgenommen in den Haushalt sind die ersten Raten für die Sanierung der Festhalle Hammereisenbach und Dorfgemeinschaftshaus Langenbach. Weiter eingeplant sind 250 000 Euro beim Beteiligungsprojekt von ED-Netze, worüber der Gemeinderat noch im Lauf des Februars endgültig entscheiden muss. Dringend saniert und neu versiegelt werden muss der Boden der Festhalle für 15 000 Euro.

Sanierung der Festhalle

Pascal Straub, BWV, fragte, was das Landratsamt zu den Plänen mit dem Schwimmbad meint. Hier gab es grundsätzlich den Auftrag des Landratsamts, die freiwilligen Leistungen gründlich zu prüfen, wozu auch das Freibad gehört.

Diskussion wegen Zuschuss

Zu einer größeren Diskussion führte der Zuschuss für die Stadtkapelle. Straub fragte, weshalb die Stadt den Dirigenten der Stadtkapelle bezahlt. Eigentlich seien Einsparungen geplant. Zudem gebe es auch andere Kapellen, die sich in der Stadt engagieren. Hier gelte es, so der Bürgermeister, in nächster Zeit die Vereinsförderung grundsätzlich zu überdenken, unter anderem die kostenlose Nutzung von Hallen. Ebenso angesprochen wurde der Beitrag zur Jugendmusikschule, der aber jeweils entsprechend der Schülerzahl bezahlt wird.

Haushaltsentwurf positiv bewertet

Schließlich berichtete Wehrle vom Gespräch mit dem Landratsamt zum aktuellen Haushalt. Positiv bewertet wurden die erwirtschaftete Abschreibung. Auch rechnet man damit, dass im Lauf des Jahres die Eröffnungsbilanz des neuen Haushaltsrechts erstellt wird. Dabei sollte man im Auge behalten, dass bei Investitionen entsprechende Finanzierungskosten und Abschreibungen entstehen. Grundsätzlich bewertete das Landratsamt den Haushaltsentwurf aber positiv.