Das Richtfest zum Erweiterungsbau der Ostbaarschule wurde gefeiert, zum neuen Schuljahr soll dieser nutzbar sein. 2,8 Millionen Euro werden fällig.
Das separate Gebäude ist teilweise im Boden versenkt, rund 50 Prozent der Kosten decken Fördertöpfe.
Vier zusätzliche Klassenzimmer, Fläche für den Ganztagesbetrieb, ein bespielbares Dach – Architekt Franz Eisele hat sich Gedanken gemacht. Sachlich, nützlich, bezahlbar war die Vorgabe – folglich sah Eisele eine Menge Beton vor.
Jürgen Wenzler seitens des städtischen Bauamtes hat das Gebäude ebenfalls viel Konzentration gekostet, er hatte und hat noch eine Menge Schriftverkehr zu erledigen.
Das Richtfest war gut besucht, vor allem viele Mütter fanden mit dem Nachwuchs den Weg. Eingangs verschaffte sich die Bläserklasse der Schule kurz Gehör, dann sprach Bürgermeister Jonathan Berggötz von einem „wunderbaren Bau“ und lobte die Kinderbetreuung in ganz Bad Dürrheim sowie die hiesige Umsetzung des Bildungsauftrags.
Ob wunderbar oder eben zweckmäßig – teilversenkt ist das neue Gebäude jedenfalls. Das Absetzen in den Boden wurde schon eingangs im Ortschaftsrat diskutiert, gänzlich unumstritten war das Konzept nicht. Erreicht wird damit aber, dass die Oberbaldinger Kirche auch von Osten her sichtbar bleibt, zumindest teilweise.
Jürgen Wenzler lobte die Arbeiter beim Richtfest ausdrücklich, diese hätten teils üble Wetterbedingungen gehabt: „Sie zogen sich dann immer wieder in den Bauwagen zurück und legten hernach erneut los.“ Ein Dank ging an die Betonbauer und Maurer. „Sie waren immer da – alles ging relativ schnell.“
Relativ schnell heißt: Am 21. Juli vergangenen Jahres ging es los, am 12. Dezember war der Rohbau fertig. Verwendet wurde ein, laut Franz Eisele nahezu wasserdichter Beton, aus diesem ist auch die Zugangsrampe gegossen.
Schulleiterin Patrizia Schneider zeigte sich beim Richtfest ihrerseits zufrieden. Man habe bei der Planung ordentlich mitreden dürfen. „Wir hatten nebenbei wenig Baulärm, das war natürlich auch toll.“ Ein Richtfest ohne Zimmermänner und zünftigen Richtspruch – so ist das bei Flachdachbauten eben. Manko der Konzeption: Der innerdörfliche Spiel- und Aufenthaltsrasen ist dahin, Ersatz soll das genannte und letztlich mit Tartan ausgelegte Gebäudedach bieten.