Das neue Gewerbegebiet „Obere Gießnau“ soll erschlossen werden. Foto: Dagobert Maier

Neben unerwarteten Mehrkosten beim Dögginger Kita-Neubau wurden in der Sitzung des Gemeinderates das Gewerbegebiet „Obere Gießnau“ und die Brückenbau-Probleme thematisiert.

Die ursprünglich auf 1,77 Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Kindergartens in Döggingen wird nun rund 2,3 Millionen Euro kosten, was der Gemeinderat in seiner Sitzung jetzt einstimmig genehmigt hat. Das neu sanierte Gebäude ist inzwischen in Betrieb. Zudem stimmte der Gemeinderat zu, dass die Dögginger Firma Frei Lacke den bestehenden Bebauungsplan „Brühl“ im Bereich ihres Werkes 1 anpassen und erweitern darf.

 

Ziel des Vorhabens ist es, das gesamte Betriebsgelände des Werkes 1 planungsrechtlich einheitlich abzubilden. Ein wichtiger Bestandteil der Planung ist auch die zukunftssichere Ausgestaltung der Flächennutzung. Vertreter der Firma, darunter Rainer Frei, erläuterten das Vorhaben.

Wie gestaltet sich die Erschließung des letzten Bräunlinger Gewerbegebiets „Obere Gießnau“, wenn eine externe Gesellschaft die Erschließungsträgerschaft für Gießnau übernimmt? Der Gemeinderat wird bald eine Grundsatzentscheidung über die Erschließungsträgerschaft treffen.

Etliche Gespräche mit dem RP

In der vergangenen Zeit habe man nicht viel über die Problematik mit dem zweiten Brückenbau der B31 gehört. Rolf Schütz aus Döggingen ist der Meinung, dass man trotz des Einspruchs des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) gegen die zweite Brücke mit dem Bau beginnen könne, da alle erforderlichen Gutachten vorlägen. Dies äußerte er bei der Bürgerfrageviertelstunde in der Gauachhalle.

Bürgermeister Micha Bächle wies auf etliche Gespräche mit dem Regierungspräsidium (RP) in Freiburg sowie auf Kontakte mit dem Kanzleramtsministerium hin. Sollte der Bau aufgrund einer Anordnung des RP Freiburg beginnen, dann sei abzusehen, dass der VCD sofort eine einstweilige Verfügung beantragen und den Beginn weiter lahmlegen würde. Im Ministerium sei über eine Einschränkung des Verbandsklagerechts gesprochen worden, die es dem VCD ermögliche, das Projekt zu verhindern und es auf jeden Fall teurer mache.