Peter Schelshorn ist zufrieden trotz sehr knapper Niederlage. Foto: Schelsorn

Interview. Nur haarscharf am Einzug in den Landtag vorbeigeschrammt ist Peter Schelshorn von der CDU. Er reagiert dennoch zufrieden.

Während der Auszählung hatte es noch so ausgesehen als könnte Peter Schelshorn von der CDU auch ganz ohne Listenplatz in den Landtag einrücken. Doch am Ende des spannenden Wahlkrimis und erst als der letzten Stimmenbezirk ausgezählt war, war klar: Mit knappen 106 Stimmen und nur 0,1 Prozentstimmen unterlag Peter Schelshorn Sarah Hagmann von den Grünen.

 

Knapper geht es ja kaum. Wie fühlen Sie sich nach diesem hochspannenden Wahlkrimi?

Es geht mir soweit gut, ich bin unheimlich stolz auf das tolle Ergebnis mit etwas mehr als 22 000 Stimmen vom Wahlkreis Lörrach, es hat halt nicht gereicht.

Hätten Sie erwartet, dass es so knapp wird?

Absolut nicht. Ich danke allen von Herzen für die vielen Stimmen und das große Vertrauen bei dieser Landtagswahl und auch den vielen Unterstützern und Helfern im Wahlkampf.

Es waren nur 106 Stimmen weniger – Tut das deshalb besonders weh oder stimmt es eher positiv?

Hätte ich nur sechs Stimmen Differenz gehabt, wäre ich wahnsinnig enttäuscht, so sind es immerhin mehr als 100 Stimmen. Wenn ich 107 Stimmen mehr gehabt hätte, wären wir beide – Sarah Hagmann und ich – in den Landtag gekommen. Das wiederum ist schade für den Landkreis Lörrach, dass von diesem Wahlkreis Stand heute nur eine Abgeordnete für den Landtag gestellt wird.

Sie waren recht demütig im Vorfeld, da Sie ohne Listenplatz nicht ganz sicher waren, ob Sie in den Landtag kommen. Was sagen Sie heute?

Heute bin ich erfreut über das tolle Ergebnis, das ich gerade auch in den größeren Städten des Landkreises erreicht habe und auch in den Orten, in denen ich nicht so bekannt war wie im Oberen Wiesental.

Auch um eben dort bekannter zu werden, haben Sie einen äußerst aktiven Wahlkampf geführt. Warum hat sich dieser – auch mit Blick auf das Ergebnis nun – trotzdem gelohnt?

Weil man dabei viele neue Kontakte geknüpft hat und viele interessante Diskussionen geführt hat. Ich habe viele neue Ideen erfahren und konnte gleichzeitig meine Ideen einbringen. Ich bin in den Diskurs mit Menschen gekommen, was oft zu kurz kommt. Auch mit der politischen Gegnerschaft konnte ich im Wahlkampf ganz starke Gespräche führen.

Blicken wir noch auf das Ergebnis der CDU auf Landesebene. Wie bewerten Sie das?

Es ist ein tolles Ergebnis, die CDU hat im Erststimmen-Ergebnis von 70 Wahlkreisen 56 errungen. Meine Wahl war in ganz Baden-Württemberg, die die am knappsten umkämpft war. Im Zweitstimmen-Bereich konnte man nicht die Stimmen erreichen, die man erreichen wollte, hat sich aber im Vergleich zu vor fünf Jahren stark verbessert. Wenn man sich letzten Monate anschaut, war das Ergebnis aber schon ein Verlust, da die CDU in den Prognosen stärker gelegen war.