Während Janina Hettich-Walz beim Weltcup in Östersund weilt, blickt Roman Böttcher, der Cheftrainer am Bundesstützpunkt am Notschrei, auf Roman Rees und die Biathlon-Talente.
Die Biathlon-Saison hat im Weltcup begonnen. Wie aber sieht es hinter Janina Hettich-Walz (SC Schönwald), Julia Tannheimer (DAV Ulm, Ex-Skiinternat Furtwangen) und Co. aus? Roman Böttcher, der leitende Stützpunkttrainer am Notschrei, weiß es.
Herr Böttcher, die Qualifikation für die internationalen Starts ist gelaufen. Was ist aufgegangen, was noch nicht so ganz?
Es war ein guter Start in die Saison. Gerade die älteren Athleten sind positiv gestartet. Mit Linus Kesper (SC Willingen, Kirchzarten, Anm. d. Red.) und Charlotte Gallbronner (DAV Ulm, Sportfördergruppe der Bundeswehr Todtnau) haben wir auch gleich zwei Athleten, die sich für den IBU-Cup qualifiziert haben. Auch die Leistungen von Mareike Braun (DAV Ulm) waren sehr vielversprechend, sie ist sicher eine Athletin, die in das internationale Geschäft gehört. Der Start von Roman Rees (SV Schauinsland) war nicht ganz optimal, er hat die Quali für den Weltcup nicht geschafft. Ihm fehlte einfach die nötige Frische nach der Vorbereitung auf schwierigen Bedingungen im schwedischen Idre. Ich denke, nach richtig gutem Training, bei nahezu perfekten Bedingungen am heimischen Notschrei, wird er sich für einen eventuellen Austausch für den Weltcup anbieten. Was die jüngeren Athleten angeht, haben wir gerade im läuferischen Bereich einen Step nach vorne gemacht. Jetzt gilt es, die Hausaufgaben zu machen, um im Schießen gleiches zu tun.
Wie war die Vorbereitung über den Sommer und den Herbst insgesamt?
Die Vorbereitung lief sehr vielversprechend. Trainingslager in Correçon und Idre, Wettkämpfe in Elsenborn (Belgien), die DM am Arber und die französische Meisterschaft in La Féclaz haben einen großen Teil dazu beigetragen, immer mit neuer Motivation Schritt für Schritt weiter zu kommen. Auch die neu fertiggestellte Anlage am Nordic Center Notschrei half uns, die Qualität im Training weiter anzuheben. Klar, es lief nicht immer alles rund und jeder Athlet hat seine eigenen kleinen Baustellen, doch die meisten Sportler sind im Plan.
Wie schauen Sie auf den Winter? Vor allem auch was die Bedingungen am Notschrei angeht.
Ich freue mich auf den Winter, um zu zeigen, was in unserem Team steckt. Auch mit der Erweiterung und der Verbesserung der Beschneiungsanlage werden sich unsere Bedingungen weiter ins Positive verbessern. Sehr schön war es, dass wir seit langem mal wieder Ende November beschneien konnten, aber auch vor allem auf Naturschnee trainieren können. Durch eine enge Verzahnung zu den Verantwortlichen des NCN (Nordic Center Notschrei) werden wir unser Bestes geben, eine möglichst optimale Schneesituation für das Training zu halten.
Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die ersten Wettkampfwochenenden?
Bei den Männern und Frauen gilt es einfach jedes Rennen auf höchstem Niveau zu realisieren, um Gewehr bei Fuß zu stehen, sollte ein Austausch im IBU-Cup anstehen. Für unsere internationalen Starter sollte es von Rennen zu Rennen besser werden. Hier gilt es, einfach auch Top-Platzierungen zu zeigen, um den nächsten Step gehen zu können.