Der 25-jährige Skispringer muss beim Weltcup-Auftakt im norwegischen Lillehammer noch zuschauen. Über den Continental-Cup will er sich für höhere Aufgaben empfehlen.
Luca Roth ist Jahrgang 2000 und in diesem Winter eine der deutschen Hoffnungen. Der Skispringer aus Meßstetten hat uns zum Saisonstart einige Fragen beantwortet.
Die Saison nimmt bei den Skispringern Fahrt auf. Wie ist bei Ihnen der Stand der Dinge nach den Deutschen Meisterschaften?
Nach der DM Ende Oktober hatte ich nochmals zwei Lehrgänge. Da konnte ich sehr gut trainieren und meine Form verbessern. Anm. d. Red. Luca Roth zählt aktuell zum deutschen Skisprung-B-Kader des DSV.
Neuer Trainer, neues Glück? Was hat sich bei Ihnen in den vergangenen Monaten verändert?
Thomas Thurnbichler ist Trainer des B-Kaders geworden. Mit ihm bin ich sehr zufrieden. Er hat uns viele neue Inputs gegeben, sei es im Kraft- und Trockentraining. Wir haben uns im Team auch an der Schanze sehr gut verbessert.
Welche Ziele haben Sie in diesem Winter? Wann geht es für Sie los?
Für mich geht es mit dem ersten COC im finnischen Ruka los Mitte Dezember. Mein Ziel ist es, dass ich an meine Sommerleistung anknüpfen kann und meine guten Sprünge auch im Wettkampf zeigen kann.
Ein Highlight wird die Vierschanzentournee sein. Was bedeutet die Tournee für Sie persönlich?
Es gibt in diesem Jahr in Oberstdorf und in Garmisch die Nationale Gruppe, was mich sehr freut. 2019 bei meinem ersten Weltcup-Einsatz konnte ich in Oberstdorf auch die ersten Punkte holen. Dadurch ist die Tournee für mich nochmals ein bisschen mehr besonders.
Sie waren früher im Ski-Internat Furtwangen? Wie hat Sie diese Zeit geprägt? Haben Sie noch eine schöne Anekdote aus dieser Zeit?
Ich war von 2016 bis 2018 dort. Das Ski-Internat hat mich für den Übergang von der Junioren- zur Herrenklasse gut vorbereitet. Die Trainer Andreas Günter und Rolf Schilli haben einen sehr guten Job gemacht haben, genauso wie Internatsleiter Niclas Kullmann, der mich beim Krafttraining unterstützt hat. Sie haben mir eine gute Grundlage gegeben.
Dem deutschen Skispringen fehlt etwas der Nachwuchs. Wie glauben Sie, wie ist es um die Popularität Ihrer Sportart bestellt?
Das sehe ich nicht unbedingt so. Bei den DM in Oberhof waren es über 100 Starter. Es waren viele junge Springer – auch aus Baden-Württemberg – am Start. Ich glaube dass das Skispringen immer noch eine der interessantesten Wintersportarten ist, die wir zur Zeit haben.
Was spricht dafür, dass Sie in diesem Winter Ihre bislang besten Ergebnisse erzielen werden?
Dafür spricht, dass ich einen guten Sommer und keine Verletzungen hatte. Das hat mich in der Vergangenheit oft zurückgeworfen. Ich konnte mich auf allen Ebenen verbessern. Ich fühle mich bereit und drum glaube ich, dass es für mich ein sehr guter Winter wird.