Renate und Jochen Braun möchten 2023 mehr Gleichgewicht in ihr Leben bringen. Foto: Pudimat

Im Interview zum Jahreswechsel lenken Renate Braun und Jochen Braun den Blick auf die Bedeutung der Kultur und der Umwelt.

Rottweil - Ein ereignisreiches Jahr ist zu Ende. Nach dem Fall der Coronabeschränkungen durften wir wieder eine "unbeschwerte" Zeit erleben. Und doch ist gesellschaftlich manches anders. Was können wir tun für ein "glückliches 2023"? Wir haben nachgefragt: bei Sängerin Renate Braun und Blues-Musiker Jochen Braun.

Haben sie schon Vorsätze fürs neue Jahr?

Renate: mehr für die Gesundheit tun. Jochen: mehr Raum für den Künstler finden. Beide: mehr Gleichgewicht ins Leben bringen.

Wie lange halten diese für gewöhnlich an? Setzen sie alles eisern um?

Im besten Fall für das ganze Jahr und darüber hinaus. Aber natürlich muss man immer wieder neu bewerten und gegebenenfalls justieren.

Wie nutzen sie die Tage »zwischen den Jahren«?

Dieses Jahr ganz für die Familie.

Spielen bei ihnen Traditionen aus Kindertagen in der Weihnachtszeit eine Rolle, und wenn ja, welche?

Aber ja! Das Haus festlich schmücken, Adventskranz, Tannenbaum und Krippe, Lieder und gemeinsame Stunden sind für uns wichtige Rituale, um in dieser unruhigen Zeit mehr inneren Frieden zu finden.

Hat sich ihre Perspektive auf das öffentliche Leben, Kultur und Veranstaltungen durch die Pandemie verändert?

Definitiv! Obwohl wir in unserem Beruf täglich in und mit der virtuellen Internetwelt leben und arbeiten, ist der zwischenmenschliche Austausch in und mit der Kultur ein hohes Gut und durch nichts zu ersetzen.

Was ist für sie wichtig, um positiv in die Zukunft blicken zu können?

Dass die Menschen verstehen, dass alles Streben nach Wachstum und Wohlstand auf Sand gebaut ist, wenn wir in Sachen Umweltzerstörung nicht endlich die Kurve kriegen!

Was wünschen sie sich für das neue Jahr ganz besonders?

Frieden! Und eine echte Umkehr im Sinne des Obigen – nicht nur hohle Phrasen zur Beruhigung des eigenen Gewissens. Die Fragen stellte Stefanie Siegmeier