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Interview "Mein Tipp: Leg dich nie mit Dieter an"

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Von einem Recall auf den Malediven konnten Nektarios Bamiatzis und seine Kollegen im Jahr 2002 nur träumen. In der ersten Staffel wurde noch in einem Studio in Düsseldorf gedreht. Foto: Hit-Radio Antenne 1

Stuttgart - Nektarios Bamiatzis nahm im Jahre 2002 an der ersten Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" teil. Er schaffte es bis in die Top 10, schied allerdings in der dritten Mottoshow aus. Gemeinsam mit seinen neun Kollegen nahm er die Single "We Have A Dream" auf und wurde für das gemeinsame Studioalbum "United" mit einem Echo ausgezeichnet.
Von der Musik hat sich der 35-Jährige mittlerweile zurückgezogen, nicht aber von der Öffentlichkeit: Als sogenannter Staupilot ist er regelmäßig beim baden-württembergischen Privatsender Hit-Radio Antenne 1 zu hören.
Am Samstag starten die verbliebenen zehn Kandidaten der achten Staffel in die Mottoshows. Wir haben uns mit Nektarios über die Erfolgschancen der Teilnehmer und seine Zeit bei "DSDS" unterhalten und einen Einblick hinter die Kulissen der Castingshow bekommen.

Verfolgst Du gerade die neue Staffel von "Deutschland sucht den Superstar?
Nektarios Bamiatzis: "Ich schaue ab und zu rein. Zwar nicht so intensiv, dass ich da die ganze Zeit mifiebere, aber die Geschehnisse sind in unserer Morning-Show ja auch immer Thema. Da muss man Up-to-Date sein, was da so passiert."

Der Recall war in dieser Staffel auf den Malediven. So gut hatten es die Teilnehmer der ersten Staffel ja noch nicht ...
Nektarios Bamiatzis: "Nein, bei uns war das ganz ordinär in Düsseldorf. Wir wären mit Sicherheit auch gerne auf die Malediven geflogen. Aber mal Hand aufs Herz: Seit der ersten Staffel hat sich ja einiges bei 'DSDS' verändert. Bei uns war das alles noch sehr spartanisch, dafür stand die Musik als solches im Vordergrund. Die Sendung hat sich mehr oder weniger vom Musik- in ein Showformat verwandelt. Das sieht man nicht zuletzt an den Künstlern, die die Show hervorgebracht hat. Von ihnen hat man auf lange Sicht - und da möchte ich mich selbst gar nicht ausschließen - nicht mehr viel gehört. Aber das Format scheint ja als solches aufzugehen. Die Quoten sind immer noch sehr hoch."

Wie war denn dein ganz persönliches Casting?
Nektarios Bamiatzis: "Der war eine einzige Katastrophe! Ich ging damals zum Vorcasting in München, kam zuvor noch in den Regen und hatte keine Gelegenheit mehr, mich umzuziehen. Also präsentierte ich mich in Jogginghose und altem Hemd - und war auch noch durchnässt. Als sie meinten, ich sollte zum eigentlichen Casting wieder kommen, habe ich mich natürlich riesig gefreut. Einziger Haken: Ich sollte in genau den gleichen Klamotten wiederkommen. Der damalige Juror Thomas Bug meinte dann nur: 'Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob so ein Superstar aussieht.' Im Recall in Düsseldorf hatte ich dann glücklicherweise die Gelegenheit, den schlechten Eindruck wieder wettzumachen. Michelle Hunziker hatte mich zu Beginn in nicht mal wiedererkannt ..."

Wenn in den ersten Staffeln die Musik noch mehr im Vordergrund stand, würdest du sagen, dass die Teilnehmer der jetzigen Staffel weniger musikalisches Talent besitzen müssen?
Nektarios Bamiatzis: "Das wäre jetzt fies, so etwas zu behaupten. Das ist ja schließlich Geschmackssache. Aber ich würde sagen, dass man anhand der Kandidaten schon sieht, dass in den neuren Staffeln die Musik in den Hintergrund rückt. Mir fehlen einfach Kandidaten wie Judith Lefeber und Juliette Schoppmann aus der ersten Staffel. Generell Künstler, bei denen man merkt, es geht hauptsächlich um die Musik. Dieser Kandidatentypus geht zusehends verloren. Dafür ist allerdings das ganze Drumherum viel pompöser."

Inwiefern?
Nektarios Bamiatzis: "Allein in der Top-15-Show vom letzten Samstag boten die Kandidaten von Anfang an eine komplett choreographierte Performance inklusive Background-Tänzer und Pyrotechnik. Wir bekamen damals lediglich unser Mikrophon überreicht und wurden auf die Bühne gestellt. Jedem war es selbst überlassen, was er auf der Bühne macht. Eine Top-15-Show gab es bei uns auch noch nicht: Es wurden zehn Kandidaten für die Mottoshows ausgewählt und weitere drei, falls einer unerwartet ausfallen sollte. Die Pyrotechnik kam in der ersten Staffel auch nur einmal zum Einsatz - und das war beim Finale."

Kann es sein, dass es daran liegt, dass das Format "DSDS" an andere Castingshows à la "X-Factor" und "Popstars" angepasst werden musste, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben?
Nektarios Bamiatzis: "Mit jeder neuen Staffel muss es auch Veränderungen geben, damit die Zuschauer auch weiterhin dranbleiben. Das ist zwar vom medialen Ansatz her verständlich, erklärt aber nicht den mangelnden Erfolg der Teilnehmer. Wenn man sich die Castingshows in den USA oder in England anschaut, gehen aus ihnen meist erfolgreiche Künstler hervor, von denen man auch nach längerer Zeit noch was hört. In Deutschland war das bislang ja eher weniger der Fall ..."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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