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Internetkriminalität Geknackte Konten zu verkaufen

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Hacker sind innovativ, wenn es um das Hacken von Konten geht. Foto: Fotolia

Es ist ein Wettlauf, bei dem die Polizei nur selten gewinnt: Auf den verborgenen Seiten des Internets handeln  kriminelle Computerspezialisten mit  Daten von Bürgern.  Ein Datenräuber gibt einen Einblick in seine düstere Welt. „Ich habe keine Angst“, sagt er. „Wer weiß, was er tut, ist hier sicher.“

Stuttgart - Kriminell, unmoralisch, intelligent: So beschreibt der Hacker die Datenräuber im Internet. Wir nennen ihn Jakob. Die Wahrung seiner Anonymität ist die Voraussetzung, um mit ihm in Kontakt zu treten. Jakob bietet im Hidden Web (verstecktes Netz) Anleitungen zum Knacken und Räumen von Paypal-Konten an.

Paypal ist eine Dienstleistungsfirma, über die Kunden bei Einkäufen in Internetläden die Bezahlung abwickeln können. Das Hidden Web ist jener Teil des Internets, der nicht von gängigen Suchmaschinen erfasst wird. Dort tun sich die Abgründe einer Unterwelt auf. Zwar nutzen das Hidden Web auch Journalisten und Aktivisten, die politische Repressalien befürchten. Vor allem aber bietet es Kriminellen einen anonymen Umschlagplatz. Es gibt dort Portale für Kinderpornografie und Foren, in denen sich Pädophile über Krankenhäuser austauschen, die keine Fragen stellen. Es gibt Bilder von Folterszenen, Waffen-Händler, Anleitungen zum Bauen von Bomben, es gibt Drogen-Shops und Betrügereien. Und es gibt die Läden mit den ausgespähten Konten aller Art.

Anleitungen zum Konten-Ausspähen

Jakob sagt, dass täglich die sensiblen Daten von Tausenden Konten auf seinem Rechner landeten. Die Anleitungen zum Konten-Ausspähen biete er an, weil die Datenmenge für ihn nicht zu verarbeiten sei. Ähnlich argumentieren Verkäufer von ausgespähten oder geknackten Paypal-Konten: „Es wäre zu verdächtig, wenn die Anbieter alle Konten selbst abräumen würden“, heißt es bei einem illegalen Shop.

„Generell lässt sich feststellen, dass die Nachfrage nach digitalen Identitäten stetig zunimmt“, teilt eine Sprecherin des Bundeskriminalamts (BKA) mit. „Es gibt eine große Bandbreite missbräuchlich erlangter und verwendeter Identitäten. Nahezu alle Bereiche, die mit Benutzername und Passwort geschützt sind, werden abgegriffen.“ Von Interesse für die Täter seien Zugangs- und Benutzerdaten zu verschiedenen Kontoarten (Online-Warenhäuser und Auktionsplattformen, soziale Netzwerke, E-Mail-Konten, Benutzerkonten bei Dienstleistungsanbietern sowie Online-Bankdienste), aber auch Kreditkartendaten wie Nummern, Gültigkeitsdauer und Sicherheitscodes.

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