An diesem Stand gab es dieses Mal leckere Spezialitäten aus Tschechien zu probieren. Foto: Stefan Heimpel

Eine kulinarische Rundreise konnten die Besucher beim gemeinsamen International Festival von Hochschule Furtwangen und Stadt Furtwangen erleben. 14 Nationen waren vertreten.

An den Ständen boten Studenten die Spezialitäten ihrer Heimat an. Das begann mit Leckereien aus Deutschland oder Frankreich und ging weiter über Peru, Ägypten oder Kasachstan bis China.

 

Diese kulinarische Weltreise findet an der Hochschule Furtwangen schon seit vielen Jahren sowohl im Winter- wie im Sommersemester statt.

Dann hatte aber der frühere Bürgermeister Josef Herdner die Idee, diese Veranstaltung der Hochschule im Sommersemester in Kooperation mit der Stadtverwaltung aus der Hochschule hinaus ins Freie zu verlegen.

Seither nutzen neben den Studenten auch viele Besucher aus Furtwangen dieses besondere Angebot.

Viele helfen mit

Begrüßt wurden die Gäste wieder durch Bürgermeister Florian Merz und Julia Hennig vom International Center der Hochschule. Dabei galt ein Dank auch all denen, die dieses Festival wieder ermöglicht hatten, seien es die technischen Dienste der Stadt oder die Mitarbeiter der Hochschule.

Unter der Regie des DRK konnten sich die Besucher Geschirr und Besteck ausleihen. Aber immer mehr Gäste, so Julia Hennig, bringen bereits ihr eigenes Geschirr mit. Dieses kulinarische Festival hat damit für sie schon fast den Charakter einer Picknick-Party. Aber nicht nur die Leckereien stehen hier im Mittelpunkt, sondern auch jedes Jahr wieder tatkräftige Hilfe.

Zum einen stehen an allen Ständen Spendenkassen bereit. Ebenso am Geschirr-Stand des DRK. Neben einer Spende für die Leckereien nutzen viele Besucher die Möglichkeit, das Pfand für das Geschirr nach der Rückgabe ebenfalls in die Kasse zu stecken. Der Erlös aus diesen Kassen fließt an die Reha-Klinik Katharinenhöhe.

Kontakt in die Karibik

Außerdem sammelte der aus den Reihen der Hochschule initiierte Verein „Dominican Health“ mit verschiedenen Aktionen Gelder für den Aufbau eines Gesundheitszentrums in der Dominikanischen Republik.

Beim International Festival floss unter anderem der komplette Erlös aus dem Getränkeverkauf hier hinein.

Auf einer Reise 2017 in der Dominikanischen Republik ist in Puerto Plata ein erster Kontakt von Mitgliedern der Hochschule zu einer Gruppe von dominikanischen Ärzten und Pflegepersonal entstanden, die sich für die gesundheitliche Versorgung armer Bevölkerungsschichten einsetzen. Daraufhin entwickelte sich im Rahmen eines studentischen Projektes an der Hochschule Furtwangen die Idee, sich mit der primären Gesundheitsversorgung in der Dominikanischen Republik näher zu beschäftigen.

Am Beispiel des konkreten Projektes in Puerto Plata werden nachhaltige Strukturen einer verbesserten Gesundheitsversorgung gefördert und unterstützt. Dabei ist den Initiatoren wichtig, dass die bereits in Ansätzen vorhandenen Strukturen unterstützt, jedoch von den Akteuren im Land selbst getragen werden können.

Gesundheitszentrum und mehr

Um die Umsetzung der Idee nachhaltig zu unterstützen, wurde dann in Furtwangen der Verein „Dominican Health“ gegründet.

Praktisch unterstützt dieser mit seinen Aktionen den Aufbau eines Gesundheitszentrums sowie mobiler Basisbetreuung von Gemeinden bei der Gesundheitsversorgung und Bildung von mittellosen Bewohnerinnen und Bewohnern in der Region Puerto Plata und Santiago in der Dominikanischen Republik.

Musik und spontane Tänze

Am Rande gab es auch noch ein kleines Rahmenprogramm. Bernhard Czmiel – „Locker vom Hocker“ – sorgte für musikalische Unterhaltung. Ebenso gab es aus den Reihen der Studenten hier Angebote. Ein deutscher Student bot chinesische Lieder dar und ein Student aus Indien sang ebenfalls, hier sogar mit Flöten-Begleitung. Nicht zuletzt gab es wieder verschiedene spontane Tänze, initiiert von verschiedenen Nationen bei diesem Festival.