Von Hardt aus ging es Richtung Mönchhof und weiter nach Königsfeld. Foto: Dold

Ungewöhnliche Anblicke gab und gibt es derzeit rund um Hardt: Eine Gruppe belgischer Pfadfinder erkundet die Umgebung.

Aus der Hauptstadt Brüssel kommen die Pfadfinder der Gruppe Mustangs. „Sehr nett“ seien die Leute, die sie bisher getroffen hätten, erzählen die Pfadfinder – und winken anderen Spaziergängern an der beliebten Route zwischen Oberhardt und Mönchhof.

 

So ganz im Vorbeigehen lernen die jungen Belgier ein paar Brocken Deutsch: „Guten Abend und guten Tag können wir schon“, lachen sie. Frisches Wasser für die leeren Flaschen? Kein Problem, auch das erhielten sie in Hardt gerne.

„Wir laufen in sechs Gruppen. Insgesamt sind wir 60 Pfadfinder, die hier gemeinsam auf Tour sind“, berichten die Jugendlichen.

Gute Unterkünfte

Die Gruppe aus Brüssel unternimmt Jahr für Jahr eine viertägige Reise mit Wanderungen durch die Natur. Bislang fand das Ganze stets in Belgien statt, also relativ nahe bei der Heimat. Dieses Mal verschlug es sie aber in den Schwarzwald.

Der Grund: „Es ist nicht so einfach, gute Unterkünfte für große Gruppen an vier Tagen hintereinander zu finden“, sagt ein Sprecher der Gruppe. Ausgiebige Recherchen führten aber schließlich in die Gegend rund um Hardt.

Die erste Etappe war gleich die anstrengendste: Start der Tour war in Schramberg, bevor es den Berg hoch nach Hardt ging.

Von dort aus führte der Weg der belgischen Pfadfinder weiter in Richtung Mönchhof und nach Königsfeld, wo die erste Übernachtung eingelegt wurde.

Nächstes Ziel Dunningen

Die Namen der weiteren Etappenziele mussten auf der Karte erkundet werden – die Pfadfinder laufen schließlich nicht per Handy oder GPS. „Der Ort heißt Dunningen“, sagen sie vom zweiten Ziel. Die letzte Übernachtung findet dann in Heiligenbronn statt, bevor es wieder zurück in Richtung Heimat geht.

„Wir müssen in 20 Minuten in unserer Unterkunft sein und müssen jetzt los“, sagte einer der Pfadfinder, bevor es am frühen Abend vom Oberhardtweg weiter in Richtung Mönchhof ging.

Pfadfinder

Respekt,
Hilfsbereitschaft, Toleranz und Akzeptanz werden bei Pfadfindern groß geschrieben. Aber auch soziales Engagement und Teamgeist spielen bei den Pfadfindern eine bedeutende Rolle.

Ein Pfadfinder
kann mit einfachen Mitteln in der Natur überleben. Er weiß, wie man Feuer macht, wie man Beil und Säge verwendet und wie besondere Knoten gebunden werden. Technische Hilfsmittel wie Handys oder moderner Schnickschnack werden weitgehend vermieden. Ganz allgemein geht es bei den Pfadfindern um die Suche nach dem Wert des Lebens jenseits von materiellen Zwängen.