Unter anderem in diesem Bereich nahe der A81 soll das Interkommunale Gewerbegebiet Kompass81 entstehen. (Archivfoto) Foto: Jürgen Lück

Der Aufkauf der Grundstücke im künftigen interkommunalen Gewerbegebiet in Empfingen ist abgeschlossen. Bürgermeister Ferdinand Truffner lässt die Sektkorken knallen nach jahrelangen Verhandlungen und Gesprächen.

2018 startete die Empfinger Gemeindeverwaltung mit dem Aufkauf von Grundstücken im künftigen interkommunalen Gewerbegebiet Kompass81 mit entsprechenden Regelungen der Nachzahlungsverpflichtung. Nach den Eigentümerinfoveranstaltungen und der finalen Bewertung der Grundstücke im Jahr 2020 übernahm der Zweckverband die Aufgabe, begleitet von einer der größten Stadtentwicklungsgesellschaften in Deutschland, die STEG in Stuttgart. Am 11. November 2020 erfolgte mit großem Aufwand, bedingt durch die Corona-Pandemie, die nichtöffentliche Eigentümerinformation zum Aufkauf der Flächen. Hierbei wurden allen Eigentümern im Gebiet die Aufkaufbedingungen und das Wertgutachten vorgestellt, blickt Bürgermeister Ferdinand Truffner in einer Pressemitteilung zurück.

Circa 54 Hektar Fläche im Eigentum

Der erste Notarvertrag des Zweckverbands konnte dann am 27. November 2020 geschlossen werden. Mittlerweile wurden zu mehr als 120 Flurstücken, welche vom Plangebiet betroffen sind, Verträge mit dem Zweckverband geschlossen. Weiterhin wurden zu 22 Flurstücken Verträge durch den Zweckverband abgeschlossen, welche sich außerhalb des Plangebietes befinden und zum Beispiel als Ausgleichsflächen genutzt werden sollen. Im Eigentum des Zweckverbandes befinden sich nun insgesamt circa 54 Hektar Fläche, die Flächen der Gemeinde in Höhe von 14,7 Hektar werden später ebenfalls übergehen.

Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Ferdinand Truffner konnte nun persönlich den letzten Vertrag notariell beurkunden, leider verzögert durch das Verfahren einer Nachlasspflegschaft. Truffner sagt: „Die letzten 10 Prozent der Flächen beziehungsweise die damit verbundenen Verkaufsgespräche waren nicht immer einfach und durchaus in gewissen Bereichen zäh. Umso mehr freut es mich, dass wir nun die Flächen unter Vertrag haben, ohne ein gesetzliches Umlegungsverfahren einleiten zu müssen.“

Künftige Umfahrungstrasse

Bei den Flächen sind bereits Flächen für die künftige Umfahrungstrasse, die als Kreisstraße ausgebaut werden soll, enthalten. Somit entfällt für die Kreisstraße in diesem Bereich ein Planfeststellungsverfahren und es kann zügiger gebaut werden. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir im Frühjahr 2025 die Rechtskraft des Bebauungsplans hinbekommen und dann Ende 2025 auch mit der Erschließung beginnen können“, so Truffner hoffnungsvoll.

„Die langwierigen Verfahren zum Aufkauf der Flächen haben uns in der Planung nicht verzögert, sondern erfolgten parallel zur Planung der Ingenieurbüros. Hätten wir nun nicht alle Grundstücke auf dem „normalen“ Weg erwerben können, so gäbe es nun eine deutliche Verzögerung durch das Umlegungsverfahren.“ Er dankte insbesondere den Amtsleitern im Rathaus Empfingen Reinhard Dettling, Annika Bezner, Tobias Wannenmacher und Theo Walz für die Unterstützung in dem Verfahren: „Gemeinsam haben wir das Verfahren umgesetzt, eine tolle Teamarbeit.“