Ab September ist die Verwaltung im Gebäude des ehemaligen Musikhaus Schreijäg zu finden. Foto: Marschal/Archiv

Die Bauarbeiten im Interimsrathaus in der Alten Hauptstraße 2 gehen auf die Zielgerade. Trotzdem zieht die Verwaltung erst später auf die andere Straßenseite. Bürgermeister Karl-Josef Sprenger erklärt die Gründe.

Noch um Pfingsten waren sich Bürgermeister Karl-Josef Sprenger und Hauptamtsleiter Joachim Heppler zuversichtlich, nahezu sicher: Die Stadtverwaltung Schömberg könne noch Ende Juni vor dem Sommerurlaub in die vorübergehende Bleibe auf der gegenüberliegenden Straßenseite ziehen. Doch damit hat sich die Stadtspitze verrechnet.

 

Mittlerweile geht Sprenger davon aus, dass der Umzug erst in der zweiten Septemberhälfte vollzogen werden kann. Bei mehreren Gewerken, die sich teilweise gegenseitig bedingen, sei es zu Verzögerungen gekommen.

Boden ist verlegt

„Und auch ein Umzug will gut vorbereitet sein“, ergänzt er. Da sich in den Sommerferien sowohl auf der Baustelle als auch im Rathaus einige Mitarbeiter im Urlaub seien, habe man sich dazu entschlossen, die Urlaubszeit abzuwarten und im September den Umzug anzugehen. Dass sich die Fertigstellung des Interimsrathauses weiter verzögern könnte, das schließt Sprenger aus. Die Arbeiten seien schließlich schon recht fortgeschritten. Der Boden ist schon verlegt und auch die Zwischenwände, die Lieferverzögerungen hatten, seien zwischenzeitlich da und aufgestellt. Derzeit werden darin nämlich Leitungen verlegt und auch die Türen wurden in den vergangenen Tagen eingebaut. Sprenger ergänzt, dass auch die digitale Infrastruktur mit umziehen müsse. Bevor die Rathausmitarbeiter aus dem Gebäude des ehemaligen Musikhaus Schreijäg arbeiten können, müsse nämlich der Server installiert werden.

Die Möbel ziehen mit um

Neues Mobiliar bekommen die Rathausmitarbeiter für die Zeit im Interimsrathaus indes nicht und der Bürgermeister kann sich auch vorstellen, dass es im Rathausneubau keine neuen Schreibtische geben wird. Im Gegensatz zum historischen Rathaus seien diese Möbel nämlich noch gut in Schuss und noch bar nicht so alt.

Das alte Rathaus werde vollständig geleert: Schließlich soll dieses einem Neubau weichen. Am kommenden Mittwoch wird der alte Gemeinderat die Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs unter die Lupe nehmen und dem neuen Gremium eine Empfehlung aussprechen. Welches schließlich gebaut wird, entscheidet sich im Herbst.