Durchschnitten das Band und eröffneten damit das Gebäude (von links): Bettina Kirner (evangelische Kirche), Antonia Hugenschmidt (katholische Kirche), Bundestagsabgeordneter Yannick Bury, Justizministerin Marin Gentges, Bürgermeister Pascal Weber, Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner, Bauhofleiter Andreas Kollmer und Planer Tomas Mathis. Foto: Mutz

Der Ringsheimer Bauhof ist eingeweiht. Mit dem Neubau hat die Gemeinde auf den gestiegenen Bedarf durch ihr Wachstum reagiert. Der Bau kostet insgesamt 1,35 Millionen Euro und bleibt damit sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen.

Ringsheim - Bürgermeister Pascal Weber hat den neuen Ringsheimer Bauhof am Sonntag eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Ringsheimer Bevölkerung zeigte großes Interesse am neuen Gebäude im Grasweg 15.

Den Segen für das Haus und die darin arbeitenden Menschen erteilten in einem Wortgottesdienst Gemeindereferentin Antonia Hugenschmidt von der Seelsorgeeinheit Rust und von der evangelischen Kirche Bettina Kirner, die als Geschenk ein Kreuz überreichten.

Musikkapelle eröffnet die Feierlichkeiten

Die Musikkapelle Ringsheim eröffnete den kleinen Festakt musikalisch. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die örtliche Metzgerei Tischler mit traditionellen Herbstgerichten und der Spielmannszug bot ofenfrischen Flammenkuchen an. Wein und neuen Süßen gab es von Ringsheimer Winzern.

Die Liste der Gäste, die Pascal Weber zur Eröffnung begrüßte, war lang. Das Bauhofteam genoss dabei den Vorrang vor politischer Prominenz mit Marion Gentges, Ministerin für Justiz und Migration in Baden-Württemberg, sowie mit den Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner (SPD) und Yannick Bury (CDU).

Weber wies in seiner Ansprache darauf hin, dass der Bauhof in kurzer Zeit und einer guten Kostenabrechnung von rund 1,35 Millionen Euro – veranschlagt waren 1,4 Millionen – fertiggestellt wurde. Das Land unterstütze mit knapp 150 000 Euro.

Die Festrede hielt Marion Gentges, die ihre Glückwünsche für das gelungene Bauwerk überbrachte. Begrüßungsworte gab es auch von Planer Tomas Mathis, der seinen Stolz zum Ausdruck brachte, als Planer zum Gelingen des Bauwerks beigetragen zu haben. Das Gebäude bietet nun nicht nur genügend Platz für Mitarbeiter, sondern entspricht nun auch mit modernen Sozialräumen, geschlechtergetrennten Sanitäreinrichtungen und viel Fläche für Maschinen und Gerätschaften modernen Arbeitsplatzbedingungen. Die jahrzehntelange Interimslösung im alten Gemeindegebäude im südlichen Grasweg hat nun ein Ende. Nach dem Willen des Gemeinderats soll das alte Gebäude abgerissen und das Grundstück einer Wohnbebauung zugeführt werden.

Bauhof erweitert auch technische Ausstattung

"Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern an diesem Tag zeigen, wie modern und praxisnah unser Bauhofteam nun untergebracht ist", informierte Bürgermeister Pascal Weber in seiner Einladung. Es ist für ihn als Bürgermeister zugleich das erste Gemeindegebäude, das unter seiner Amtszeit umgesetzt wurde.

Bei Rundgängen konnten sich die Einwohner persönlich ein Bild vom neuen Gebäude machen. Es ging zügig voran, informierte Weber stolz. Im Februar begannen die Arbeiten, die Halle stand bereits im Frühsommer, der Ausbau verlief ohne Verzögerung und der Kostenrahmen von rund 1,4 Millionen Euro konnte leicht unterschritten werden. So waren Mittel für eine große Photovoltaik-Anlage auf dem Süddach übrig, mit der das Haus klimafreundlich mit Strom für eine Wärmepumpe versorgt wird. Das nächste Großprojekt mit einem neuen Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nähe südlich der Kahlenberghalle ist bereits im Gange.

Der Bedarf

Das Wachstum der Gemeinde Ringsheim erforderte Handlungsbedarf. Mit neuen Bau- und Gewerbegebieten, der naturnahen Gestaltung des öffentlichen Raums mit Bäumen, Sträuchern, neuen Beeten und Blumenarrangements wuchsen die Aufgaben für die Bauhofmitarbeiter stark an. Mit dem neuen Platzangebot wurde zusätzlich der Maschinenpark erweitert: Ein Gabelstabler, ein neuer großer Traktor und ein Elektrofahrzeug waren Teil der Neuanschaffung, um den zukünftigen technischen Anforderungen eines modernen Bauhofes gerecht zu werden.