Das Refugio am Obertorplatz besteht seit Jahresanfang 2024. Foto: Roth

Die Landesregierung unterstützt mit dem Förderaufruf „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ 34 Integrationsprojekte im Land – darunter auch das Hechinger Refugio.

Mit dem Förderaufruf „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ werden landesweit 34 Integrationsprojekte für die Dauer von bis zu drei Jahren von der Landesregierung unterstützt. Darunter auch das Integrationsprojekt Refugio am Hechinger Obertorplatz, wie aus einer Pressemitteilung des Landesministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration hervorgeht.

 

Projektträger der Hechinger Einrichtung ist der hiesige Arbeitskreis Asyl. Gefördert wird das Refugio mit 80 000 Euro – und damit dem Höchstfördersatz. Insgesamt stellt die Landesregierung für alle Projekte einen Fördertopf mit rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

„Integration braucht Haltung und konkrete Maßnahmen. Durch die Förderung der Projekte können wir ein klares Signal senden: Vielfalt ist unsere Stärke, Teilhabe ist unser Ziel“, wird die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Ute Leidig, in der Mitteilung zitiert.

Schwerpunkt auf digitalen Projekten

Ein Förderschwerpunkt liege in diesem Jahr auf Projekten, die die digitale Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte verbessern und damit digitale Barrieren überwinden, um einen leichteren Zugang zu Technologien und Diensten zu gewährleisten. In einer zunehmend digitalen Welt sei der sichere Zugang hierzu eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.

Ebenfalls gefördert werden Projekte, die Begegnung und Austausch in der vielfältigen Gesellschaft verbessern, indem sie beispielsweise den interkulturellen Dialog stärken, Begegnung auf Augenhöhe ermöglichen und dabei helfen, Vorurteile und Ressentiments abzubauen – sowohl zwischen Zuwanderergruppen als auch im Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft. So werde nicht nur der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert, sondern auch das demokratische Fundament auf lokaler Ebene gefestigt.

Hailfinger hebt Begegnungscharakter hervor

Zum Geldsegen für das Refugio äußert sich auch der Wahlkreisabgeordnete CDU-Politiker Manuel Hailfinger in einer Pressemitteilung: „Der Bedarf an guten und sinnvollen Integrationsprojekten ist weiter hoch. Sie helfen dabei, dass zugewanderte Menschen sich in einer neuen Umgebung und Gesellschaft besser zurechtfinden.“ Soziale Integration finde überall dort statt, wo Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Zuwanderungserfahrung ermöglicht werde.