Das vorläufige Ende des Solarbooms hat sich als verhängnisvoll für Elektro Piske erwiesen. Foto: Pixabay

Elektro Piske hat am Freitag die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Das Amtsgericht Hechingen hat den Rottweiler Anwalt Steffen Hattler zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ob der Antrag bewilligt und die Insolvenz eröffnet wird, entscheidet sich Ende Januar; die Mitarbeiter – es sind derzeit 15 – erhalten bis dahin Insolvenzgeld.

 

Laut Hattler war Elektro Piske in den Jahren, als viele Privatleute Solaranlagen auf ihren Dächern installieren ließen, stark ausgelastet gewesen und hatte bis zu 60 Mitarbeiter beschäftigt. Mittlerweile sei der Boom aber vorbei; dadurch sei ein beträchtlicher Umsatzanteil weggefallen und eine Konsolidierung des Betriebs erforderlich geworden. Die sei weitestgehend gelungen; indes habe sie der Firma Piske Verbindlichkeiten eingebracht, die sich aus dem aktuellen operativen Ertrag nicht begleichen ließen.

Ob Elektro Piske fortgeführt werden kann, hängt davon ab, ob sich neue Investoren finden. Steffen Hattler gab sich nach Gesprächen mit Interessenten gedämpft optimistisch, versäumte aber nicht, darauf hinzuweisen, dass die Chancen mit jedem Auftrag stiegen. Die Albstädter sollten sich nicht scheuen, Piskes Dienste in Anspruch zu nehmen.