Stefan Zimmermann (von links), Oberbürgermeister Erik Pauly und Silvia Kunz freuen sich, den Schutzengellauf durchführen zu können. Foto: Bombardi

Die Zeiger der Uhr standen am Samstagmorgen auf der Zehn, als Hauptorganisatorin Silvia Kunz, gemeinsam mit Oberbürgermeister Erik Pauly und dutzenden von Kindern und Eltern, den zehnten Schutzengellauf zu Gunsten kranker Kinder eröffnete.

Donaueschingen - Optimale Witterungsbedingungen verwandelten das Gelände rund um das Reitstadion, an der Brigach entlang bis zum Donauzusammenfluss und wieder am Polo-Gelände zum Startpunkt zurück, einen Tag lang in ein Eldorado des Hobbylaufsports.

Der Schutzengellauf feierte seinen runden Geburtstag mit einer Premiere. Erstmals fand er außerhalb der Innenstadt statt, was den besonderen Auflagen aufgrund der Pandemie geschuldet war. In diesem Jahr war der Lauf in drei Blöcke mit einer Dauer von jeweils zwei Stunden aufgeteilt und anstelle der gelaufenen Runden zählte zum ersten Mal die gesamte zurückgelegte Laufstrecke. Am Ende lag diese bei 5382 Kilometern.

Die beiden Hauptorganisatoren, Stefan Zimmermann und Silvia Kunz, hatten davon nicht zu träumen gewagt, als die ersten der insgesamt 419 Läufer starteten. Darunter befanden sich 97 Kinder aller Altersklassen, die eine der 300 von der Bürgerstiftung gesponserten Startnummern trugen. Die Begeisterung am Laufen war ihnen anzumerken, den einen mehr und den anderen weniger. Doch da es nicht um Zeiten und Platzierungen ging, war die Atmosphäre entspannt. Wer gehen wollte, der ging, andere legten sporadisch die Strecke im Laufschritt zurück. Eltern liefen mit ihren Kindern, nahmen sie mit auf dem Rücken oder absolvierten mit ihnen im Kinderwagen die 1,55 Kilometer langen Runden. Nach jeder gelaufenen Runde erhielten die Läufer vom 30 Personen starken Helferteam ein Band über den Unterarm gestülpt. Zudem erfolgte die Abnahme der Rundenzahl per App. Auf eine professionelle Zeitabnahme verzichteten die Organisatoren aufgrund des Austragungsortes.

Oberbürgermeister Erik Pauly läuft durch

Einer, der im ersten Block keine Sekunde aussetzte, war Oberbürgermeister Erik Pauly, der die beiden Laufstunden durchgehend absolvierte. Niko Reith moderierte das Laufsportereignis, bei dem im zweiten und dritten Block auch die Laufroutiniers an den Start gingen. Viele von ihnen legten Runde um Runde zurück, machten Lockerungs- und Dehnübungen am Getränkestand, und genossen die ebene Laufstrecke in vollen Zügen.

Im dritten Block waren 175 Laufbegeisterte am Start, die in der letzten halben Stunde noch von neun Poloreitern mit zehn Pferden begleitet wurden. Zustande gekommen war die Idee über die Reitturnier GmbH und das Fürstenhaus, welche die Geländenutzung für den Schutzengellauf ermöglichten.

Die Stadt als Schirmherr der Veranstaltung ist seit Jahren Partner. Cheforganisator Stefan Zimmermann spricht von einem so nicht zu erwartenden Erfolg. Die Gelder von Sponsoren und Gönnern, die auf das Spendenkonto eingehen, fließen wie immer in die Mukoviszidose-Forschung.

Der Spendenbeitrag für die gelaufenen Kilometer geht an die Nachsorgeklinik in Tannheim.

Info: der Lauf

Den Schutzengellauf initiierte Stefan Zimmermann einst, als die Zwillinge seiner Schwester Silvia Kunz noch vor der Geburt mit der Diagnose Mukoviszidose konfrontiert waren.

Seither findet der Lauf jährlich zu Gunsten der Mukoviszidose-Forschung und anderen Einrichtungen, die sich für die Gesundheit der Kinder einsetzen, statt. Der zehnte Lauf ging Corona-bedingt im Park in drei Blöcken mit 97, 147 und 175 Läufern über die Bühne. Die durchschnittliche Laufleistung pro Läufer lag bei 12,5 Kilometern und war damit um zwei Kilometer höher als bei den Läufen in der Stadt.

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