Die „verunglückte“ Person wurde bei der Übung gesichert und auf eine Trage gezogen. Foto: Feuerwehr Weil am Rhein

Die Minusgrade der vergangenen Tage machte sich die Feuerwehr Weil am Rhein zunutze: Sie erprobte die Bergung eines ins Eis eingebrochenen Verunglückten.

Aufgrund der länger andauernden Minusgrade hat sich der Feuerwehr Weil am Rhein in der vergangenen Woche eine seltene Übungsmöglichkeit geboten.

 

Die Teiche im LGS-Gelände hatten eine gefrorene Oberfläche und so konnte die Eisrettung als praktische Übung realistisch umgesetzt werden, berichtet Gerold Engler, der Feuerwehr-Pressesprecher auf Nachfrage dieser Zeitung.

In dem Szenario war eine Person übers Eis gelaufen und eingebrochen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte sei die erste Maßnahme das Auswerfen einer Wurfleine gewesen, an welcher sich die Person festhalten konnte, beschreibt Engler die Situation, mit der dei Einsatzkräfte konfrontiert wurden.

Umgehend machte sich ein Feuerwehrangehöriger ausgerüstet zur Eisrettung mit Trage und Leiter auf dem Weg übers Eis zur Person.

Vorsichtig bewegt sich der Retter auf dem Eis voran. Foto: Feuerwehr Weil am Rhein

Er habe sich dabei auf der Leiter und der Trage vorwärts bewegt, um so das eigene Gewicht auf mehr Fläche zu verteilen, führt Engler aus.

Er verteilt dabei sein Gewicht auf Trage und Leiter. Foto: Feuerwehr Weil am Rhein

Die verunglückte Person wurde zunächst gesichert, dann auf die Trage gezogen und anschließend per Seil von den anderen Einsatzkräften zur weiteren Versorgung ans Ufer gezogen.

Für die Feuerwehr Weil am Rhein bot der zugefrorene Teich eine Gelegenheit, die sich selten ergibt. „Durch die realen Trainingsbedingungen konnten wir gemäß unserem Motto ,train as you fight’ üben – und uns so bestens auf Ernstfälle vorbereiten“, freut sich Engler.

Der Feuerwehrsprecher versäumt es nicht, in diesem Zusammenhang eine Warnung an die Bevölkerung auszusprechen: Gefrorene Gewässer dürfen demnach auf keinen Fall betreten werden. Auch wenn die Flächen sicher begehbar erschienen, könnten sie schnell einbrechen. Das Eis können unterschiedlich dick sein.

Die Feuerwehr übte bei eiskalten Temperaturen im Dreiländergarten. Foto: Beatrice Ehrlich

„Es besteht Lebensgefahr“, unterstreicht der Feuerwehrsprecher.

Passanten sollten sich nicht scheuen, auch andere Personen in solchen Situationen darauf hinzuweisen, betont Engler. Sollten sie jemanden ins Eis einbrechen sehen, so soll sie am Ufer stehenbleiben und unter der Telefonnummer 112 einen Notruf absetzen.