Leerstehende Geschäfte sollten möglichst schnell belegt werden. Am Rudolf-Maschke-Platz (Bild) ist die Stadtverwaltung mit Büros in leerstehende Ladenräume gezogen, weil das Rathaus saniert und neu aufgebaut wird. Foto: Hans-Jürgen Eisenmann

Das Thema Leerstände beim örtlichen Einzelhandel warf Stadtrat Andreas Anton (FDP) in der Fragerunde des Gemeinderats auf.

Speziell die jüngsten Ankündigungen für Schließungen und vollzogene Ladenaufgaben am Rudolf-Maschke-Platz und in der Hauptstraße brachten den Liberalen zur Aussage: „Ich habe das Gefühl, die häufen sich.“ Dem widersprach Bürgermeisterin Susanne Irion, die aufzählte, wie in mehreren Fällen in den letzten Wochen und Monaten leer stehende Läden wieder belegt werden konnten.

 

Im Beispiel der Bäckerei Link, die aus dem Geschäft in der Hauptstraße auszieht, aber weiterhin an zwei Orten in Trossingen präsent bleibt, sagte die Bürgermeisterin: „Es gibt einen Nachmieter mit einer guten Nutzung.“

Anders sehe es beim ehemaligen Trendbereich-Laden in der Hauptstraße aus – das Geschäft wurde an einer anderen Stelle in der Hauptstraße wieder eröffnet. Für den leerstehenden Laden habe es eine Anfrage von einer Kampfsportschule gegeben, diese Nutzung sei aber an dieser Stelle der Innenstadt nicht zulässig, betonte die Bürgermeisterin. „Deshalb wurde die Nutzungsänderung nicht genehmigt.“ Irion verhehlte nicht, dass es ihr lieber ist, wenn ein Geschäft etwas länger leer steht und man am Ende dann eine „sinnvolle Nutzung“ bekomme.

Eine gute Nachfolgeregelung habe man laut der Bürgermeisterin auch auf dem Rudolf-Maschke-Platz mit dem Restaurant „1976 Asia Küche“ bekommen, womit auch die Öffnung der öffentlichen Toilette dort gewährleistet sei. Bei Kontrollen habe man auch immer ein offenes WC vorgefunden.

Stadträtin Antje Spehn (FDP) schlug vor, auch bei leerstehenden Geschäften die Schaufenster zu beleben, etwa durch Ausstellungen von Schülerarbeiten, man könne die Schaufenster auch durch Vereine gestalten lassen. Im vergangenen Jahr habe es auch zwei Geschäftseröffnungen gegeben, darunter ein Hörgeräteakustiker.

Bürgermeisterin Susanne Irion wies darauf hin, dass sie selbst noch eine Möglichkeit sucht, Räume für Bürgersprechstunden anzumieten, wenn das Rathaus wegen der Sanierungs- und Neubauarbeiten geräumt werden muss.