Weitere 1,5 Millionen Euro fließen nach Villingen-Schwenningen. Profitieren könnten das „Rössle“-Projekt und mehr – und ein „Schandfleck“ wird gerade abgerissen.
Im vergangenen Juni bekam Villingen-Schwenningen bereits die Zusage über 2,5 Millionen Euro Fördergeld für das Sanierungsgebiet Südliche Innenstadt Schwenningen.
Und jetzt wird aus Stuttgart noch einmal etwas draufgelegt: 1,5 Millionen Euro gibt es zusätzlich, „Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet“ heißt das offiziell.
Ob die Stadt mit diesen Mitteln in dieser Höhe gerechnet hat? Darauf antwortet die städtische Pressesprecherin Madlen Falke so: „Oberbürgermeister Jürgen Roth war gemeinsam mit Vertretern des Stadtplanungsamtes in Stuttgart, um das Konzept zur Entwicklung der Schwenninger Innenstadt nochmals vorzustellen und dafür zu werben, eine Aufstockung der Förderung zu erhalten. Da die Fördertöpfe vielfach überzeichnet sind, kann von einem großen Erfolg gesprochen werden, dass nochmal so eine hohe Summe bereitgestellt wird. Dafür sagt die Stadt VS herzlichen Dank an das Ministerium.“
Das Geld soll für die Entwicklung der Schwenninger Innenstadt verwendet werden. „Die Fördersumme wird erst mit der Einreichung konkreter Rechnungen geleistet und dann je nach Rechnungshöhe gegebenenfalls auch anteilig abgerufen“, erläutert die Sprecherin weiter.
Verschiedene Projekte im Gebiet
Zum Sanierungsgebiet zählen diverse geplante Maßnahmen, darunter zuvorderst das Vorhaben, das „’s Rössle“ nutzbar zu machen, etwa für Verwaltung, Stadtbibliothek, Museum und Volkshochschule, aber auch die Pläne für den Parkplatz Au und der Neubau des Kindergartens Mauthepark und die Rathaussanierung. Mit Blick auf das „Rössle“-Projekt hatte es zuletzt geheißen, dass man Fördergelder in Höhe von insgesamt etwa zehn Millionen Euro anpeile.
„Schandfleck“ kommt weg
Wie geplant, reißt die Stadt unterdessen gerade das Gebäudeensemble an der Ecke Schützenstraße und Austraße ab, das ihr gehört. Ursprünglich war in dem Bereich der Bau eines Parkhauses angedacht gewesen – das war allerdings der Plan gewesen, als man noch von einem Abriss des „Rössle“-Komplexes ausgegangen war. Das wiederum ist ja seit dem letzten Ratsbeschluss in der Sache passé. Statt Abriss wird nun der Umbau geplant – ein neues Parkhaus ist daher nicht mehr vorgesehen, jedenfalls nicht im Bereich des Gebäudes an der Schützenstraße. Das wird aber dennoch abgerissen.
„Das alte, sehr in Mitleidenschaft gezogene Gebäude kommt weg“, bestätigt Stadtsprecherin Madlen Falke. Immer wieder wurde das Haus in der Vergangenheit schon als „Schandfleck“ bezeichnet. Dieser wird jetzt vom Bagger beseitigt. Was danach genau mit der Fläche passiert, „muss man noch entwickeln“, so die Sprecherin der Stadt.
Das Förderprogramm
Geld für 319 Projekte
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen stellt in diesem Jahr rund 270,63 Millionen Euro für 319 städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in 283 Städten und Gemeinden Baden-Württembergs bereit. Das gab Ministerin Nicole Razavi jetzt bekannt. Das Förderspektrum sei dabei breit, so die Ministerin: „Gebäude werden modernisiert, öffentliche
Informationen zum Programm
Weitere Informationen gibt es unter www.stadterneuerung-bw.de.