Zur Unterstützung von Flüchtlingen sucht die Initiative Offene Hände ehrenamtliche Helfer. Foto: Hesther/dpa

Immer mehr Flüchtlinge aus der Ukraine erreichen Oberndorf. Die Initiative "Offene Hände" sucht daher nach Helfern. Denn die Zahl der Ehrenamtlichen ist in den vergangenen Jahren geschrumpft.

Oberndorf - Wie bereits vor sieben Jahren sucht die Initiative nach Mitbürgern, die bei der Unterstützung von Geflüchteten mithelfen wollen. Die Initiative wurde 2015, vor der damals zu erwartenden Flüchtlingswelle, gegründet. Damals haben die Ehrenamtlichen die Situation mit viel Engagement abgefangen und menschenwürdig gestaltet, teilt die Initiative mit. Auch nach Jahren sind immer noch einige Helfer im Einsatz.

Die Versorgung der Geflüchteten durch das Landratsamt sei hingegen dürftig gewesen und habe sich bis heute nur wenig verbessert. Lobenswert sei hingegen, dass die Stadt Oberndorf vor einigen Jahren zwei Vollzeitstellen für Integrationsmanager geschaffen habe. Diese seien weiterhin zur Entlastung der Helfer notwendig.

Ab Februar 2019 musste das Kleider-, Möbel- und Haushaltswarenlager aufgelöst werden. Im Zuge dessen wurden alle Dinge an verschiedene Netzwerke zur Unterstützung von Bedürftigen weitergereicht. In Zusammenarbeit mit den Integrationsmanagern werde per WhatsApp eine Sachspendenlisten-Gruppe betrieben. Gegenstände werden über die App angeboten und Bedürftige melden sich bei Interesse. Oft werden die Ehrenamtlichen gebeten, Unterstützung beim Transport zu leisten. Nur wenige Dinge könnten privat und in einem städtischen Raum zwischengelagert werden.

Bedarfsorientiert handeln

Von Spenden, die noch von der vergangenen Flüchtlingswelle vorhanden seien, habe die Initiative keine Kenntnis. Bedarfsorientiert zu handeln, sei eine große Herausforderung, da Angebot und Nachfrage nicht immer im Gleichgewicht stehen und meistens schnell gehandelt werden sollte.

Da die Initiative tagsüber nicht auf städtische Fahrzeuge zurückgreifen kann, suche man nach Transportmöglichkeiten und Fahrern. Zudem sei man auf Geldspenden angewiesen, um anfallende Kosten zu begleichen und sonstige Hilfen geben zu können. In den vergangenen Jahren haben die Ehrenamtlichen die Transportkosten selber getragen, was angesichts der heutigen Kraftstoffpreise nicht mehr möglich sei.

Alters-, familiär- und krankheitsbedingt mussten viele Ehrenamtliche ihr Engagement aufgeben. Der Kreis der Ehrenamtlichen sei auf ein Minimum geschrumpft.

Daher sucht die Initiative nach ehrenamtlichen Helfern. Neben der Unterstützung im Alltag, der Begleitung zu Behörden und Ärzten oder der Sprachvermittlung, könne sich jeder nach seinen Möglichkeiten sich einbringen, heißt es weiter.