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„Inhaltsleerer Plastik-Wahlkampf“ Bonde greift Wolf an

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Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde. Foto: dpa

Stuttgart - Rund sechs Monate vor der Landtagswahl verschärft sich der Ton zwischen Politikern von Grünen und CDU. Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) warf CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf vor, einen inhaltsleeren Wahlkampf zu führen. Die CDU konterte, indem sie den Grünen vorwarf, nervös zu sein.

Bonde sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Bei der Wahlkampftour von Guido Wolf fällt auf, dass jeder von ihm alles versprochen bekommt, es aber keinerlei Finanzierungskonzepte gibt.“ Wolf bleibe jeden Vorschlag schuldig, wie er das alles bezahlen und das Land weiter auf Kurs zur Schuldenbremse halten wolle. Wolf schulde den Baden-Württembergern inzwischen „ein paar Milliarden Antworten“.

Parteifarbene Jubeltrupps

Bonde zog eine Parallele zwischen Wolf und dem früheren CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus, der 2011 die Landtagswahl verloren hatte. „Wir haben seit Stefan Mappus niemanden mehr gesehen, der sich nur in Termine traut, wenn er seine parteifarbenen Jubeltrupps dabeihat“, sagte Bonde mit Blick auf die Unterstützer der Jungen Union, die mit Wolf auf Sommertour waren. „Dieser amerikanische Plastikwahlkampf passt nicht zu Baden-Württemberg.“

Der Bezirksvorsitzende der CDU Württemberg-Hohenzollern, Thomas Bareiß, entgegnete: „Nur gebissene Hunde bellen, aber das ist ja nicht verwunderlich bei einer solch verheerenden grün-roten Regierungsbilanz.“ Und CDU-Generalsekretärin Katrin Schütz meinte: „Offensichtlich schaut die jüngere Grünen-Generation neidvoll auf Guido Wolf, der gut gelaunt in den vergangenen Wochen im Land unterwegs war.“ Sie warf Bonde vor, sich innerparteilich für die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) profilieren zu wolle. Kretschmann hatte angekündigt, im Falle einer Wahlniederlage im März 2016 mit der Politik aufhören zu wollen.

Bonde verteidigt grün-rote Schulpolitik

Ein Schwerpunkt der Wahlauseinandersetzung ist die Gemeinschaftsschule. Bonde verteidigte die grün-rote Schulpolitik. „Ich sehe nirgends eine Mehrheit der Bevölkerung, die zurück will zur alten CDU-Politik.“ Die CDU habe die Augen davor verschlossen, dass im ländlichen Raum die Schulen wegbrechen, weil die Schülerzahlen sinken. Zudem sei die CDU stolz darauf gewesen, dass der soziale Status der Eltern über die Bildungschancen der Kinder entschieden habe. Diesen Zustand habe die grün-rote Landesregierung beendet.

Hingegen meinte CDU-Generalsekretärin Schütz, dass das grün-rote Projekt Gemeinschaftsschule misslungen sei. Die Landesregierung bleibe eine Antwort schuldig, wie sie mit der nach dem Wahlsieg 2011 von ihr neu eingeführten Schulform weitermachen wolle.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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