Die frühere Bitzer Gemeinderätin Ingrid Matthes ist im Alter von 73 Jahren gestorben.
Von 2004 bis 2019 hatte Ingrid Matthes dem Bitzer Gemeinderat angehört, und sie war ein engagiertes Ratsmitglied, das mitdebattierte, eigene Positionen hatte und mit Nachdruck vertrat. Mit einem Wort: keine Leisetreterin. Über ihre reguläre Tätigkeit im Gremium hinaus vertrat sie die Gemeinde Bitz auch im Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Albstadt-Bitz, und sie war stellvertretendes Mitglied in der Versammlung des Zweckverbands Scher-Lauchert.
Wobei sich ihr ehrenamtliches Engagement nicht auf die Kommunalpolitik beschränkte: Im Kaninchenzuchtverein Bitz verwaltete sie 30 Jahre lang sie die Kasse. Als studierte Diplomvolkswirtin brachte sie das fachliche Rüstzeug dafür mit. Mit dem Vorsitzenden arbeitete sie buchstäblich Hand in Hand zusammen; er hieß ebenfalls Matthes und war ihr Ehemann.
Matthes stammt aus Unterfranken
Ingrid und Karl-Eckhard Matthes hatten sich seinerzeit auf der Frankfurter Messe kennengelernt, wo sie angestellt war: Ingrid Matthes stammte aus Unterfranken und hatte an verschiedenen Orten in ihrer Heimat und im benachbarten Hessen gelebt und gearbeitet, ehe sie ihrem Mann in seine Heimatgemeinde folgte. Sie war anschließend für Toom tätig, als Marktleiterin des Balinger Baumarkts, und danach nach gutem schwäbischem Mittelstandsmodell als gute Fee im Büro der Heizungs- und Sanitärfirma, die ihr Mann in Bitz betrieb. Für ihn ein Geschenk: „Sie war schnell, ohne zu hudeln – ich hätte mir niemand Besseren wünschen können.“
Liebe für das Reisen
Unternehmungslustig und selbstständig war sie auch: Ingrid Matthes liebte das Reisen, und da ihr Mann sich in Bitz immer am wohlsten fühlte, reiste sie eben allein, und nicht etwa in den Schwarzwald oder nach Vorarlberg, sondern in die USA, nach Island, Südafrika, zweimal nach Jordanien und immer wieder nach Griechenland. Auf ihrem letzten Weg haben sie am vergangenen Mittwoch zahlreiche Bitzer begleitet.