Auch der Korrespondent von infratest-dimap hat eine Urne. Gegen 17 Uhr hatte er gut 80 Wähler in Horb-Altheim befragt. Foto: Jürgen Lück

Wie Horb-Altheim mit seinen knapp 1200 Wahlberechtigten zur ersten bundesweiten Hochrechnung beiträgt: Infratest Dimap hat einen Korrespondenten vor das Wahllokal geschickt.

Ein kleiner Ort der Großen Kreisstadt trägt dazu bei, dass es eine möglichst genaue Prognose gibt. Im Eingang des Wahllokals in Horb-Altheim steht ein Korrespondent von „infratest dimap“.

 

Ein junger Mann aus Stuttgart. Fragebogen in der Hand, eine schwarze Pappurne mit weißem ARD-Aufdruck. Er scherzt: „Einige haben da AfD gelesen – aber das ist natürlich Unsinn.“ Das Umfrageinstitut ist im Auftrag der ARD unterwegs.

Viele Befragte in Altheim machen mit

Seit dem Öffnen des Wahllokals stand der Korrespondent des Umfrageinstituts am Eingang zur Turn- und Festhalle. Er sagt: „Es gibt immer Intervalle, in denen ich die Wähler anspreche. Viele machen bei der Befragung mit. Bisher waren es gut 80 – obwohl es hier im schmalen Flur gar nicht so einfach ist.“

Nach jedem Intervall schüttet er seine Urne im Nebenraum aus, gibt die Ergebnisse dann telefonisch an die Zentrale weiter. Der Korrespondent: „Ich bleibe dann so lange, bis die Auszählung im Wahllokal fertig ist. Damit die Kollegen dann vergleichen können, wie genau die Befragung während der Wahl das Endergebnis widerspiegelt.“

So viele Wahllokale wurden deutshchlandweit besucht

Für die ARD-Prognose war Infratest Dimap an diesem Sonntag in bundesweit 560 Wahllokalen und stellte dabei die Frage: „Wem haben Sie gerade Ihre Stimme gegeben?“ Das Institut rechnet laut Tageschau.de mit 80.000 bis 90.000 Interviews.