Eine Sanierung der besonderen Art wird in wenigen Wochen am Neckar stattfinden.Für Fischingen soll die Aufbereitung von Abwasser auch in der Bauzeit gewährleistet sein.
Eine besondere Überraschung konnte Alexander Beller, verantwortlich für Tiefbau, Werkhofbetriebsleiter, Straßen- und Wegemanagement, den Mitgliedern des Ausschusses Technik und Umwelt überbringen.
Das Thema: die Instandsetzung der Leitungsbrücke am Sportplatz in Fischingen über den Neckar. Über dieses Bauwerk wird das Abwasser aus der südwestlichsten Bebauung des Ortsteils über den Neckar in den vorhandenen Gemeindeverbindungskanal gepumpt.
Spezialkran im Einsatz
Die Konstruktion ist allerdings in die Jahre gekommen und muss mittelfristig erneuert werden. Fünf Firmen haben dazu fristgerecht ihr Hauptangebot abgegeben, zwei davon auch noch ein zusätzliches Nebenangebot.
Eine davon: das Sulzer Unternehmen Bau-Steeb. Dabei liegen die Kosten bei 145.791,89 Euro. Doch nicht nur der gute Preis freut die Stadträte, auch die Maßnahmen, die damit inbegriffen sind, haben es in sich. So soll die Leitungsbrücke einschließlich der Abwasserleitung mit einem Schwerlastkran ausgehoben werden.
Keine Schadstoffe im Neckar
Gleichzeitig wird eine provisorische Abwasserleitung über den Fluss verlegt, die an einer Stahlseilkonstruktion aufhängt ist. „Die demontierte Leitungsbrücke wird vor Ort auf einem vorbereiteten Gerüstboden mit staub- und wasserdichter Gerüsteinhausung gelagert und anschließend instandgesetzt“ heißt es in den Sitzungsunterlagen.
Nach Fertigstellung der Instandsetzungsarbeiten wird die Brücke dann wieder eingehoben und die Abwasserleitung angeschlossen. Das Wichtigste: „Der Anbieter übernimmt die Verantwortung für die Dichtigkeit der provisorischen Abwasserleitung und garantiert, dass keine Schadstoffe in das Gewässer eingetragen werden.“
Start schon im April?
Denn schließlich war eine der Hauptsorge, dass bei zunehmenden Verschleißerscheinungen Unmengen an Abwasser ungefiltert in den Neckar gelangen können. Das Nebenangebot erfüllt die Gleichwertigkeit des Hauptangebotes und kann gewertet werden.
Für die baulichen Sanierungskosten sind 122.514,19 Euro netto vorgesehen, für das Ingenieurhonorar fallen 44.927,27 Euro und für „Unvorhergesehenes“ 20.000 Euro. Inklusive Mehrwertsteuer ergeben sich somit Gesamtkosten in Höhe von 223.055,34 Euro.
Im Haushalt 2026 sind 375.000 Euro eingeplant. Zwar soll die Baumaßnahme zwischen Juni und September stattfinden, aber auch hier hat Beller noch eine frohe Kunde: „Vielleicht können wir sogar schon im April oder Anfang Mai beginnen“, sagt er. Die Stadträte sind geschlossen dafür.