Sorge nach der Schließung der Postagentur bei der Blass Erlebniswelt: Die Stadt Sulz steht dem Logistikunternehmen bei der Wahl künftiger Flächen beratend zur Seite. Auch in der Nachbarkommune Dornhan ist man diesen Weg gegangen.
Die Schließung der Postagentur bei Blass Erlebniswelt zum 31. Oktober hat unter den Kunden große Besorgnis ausgelöst.
Doch in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates erläuterte Hartmut Walter, der Leiter des Hauptamtes, dass die Post schon auf der Suche nach weiteren Alternativstandorten sei.
Verkaufs- und Lagerfläche gesucht
„Wir beraten die Mitarbeiter der Post, vor Ort geeignete Flächen zu finden“, sagte er. Vorangegangen war seitens der Stadt eine etwas längere Kontaktaufnahme, die zuerst zur Deutschen Post nach Berlin und dann zu den Verantwortlichen in Baden-Württemberg geführt habe, bis man sich schließlich in Sulz auf die Suche machen konnte.
Suche in der Talstadt
Man wolle Räumlichkeiten mit 60 Quadratmeter Verkaufsfläche und sechs Quadratmeter für ein Lager, die eine Anlieferung durch Sprinter möglich machten.
Dabei liege der Fokus in der Talstadt bis in den nördlichen Bereich der ehemaligen B14.
Auch automatisierte Stationen
Der Amtsleiter gab auch Hinweise zum aktuellen Postrechtsmodernisierungsgesetz. Dieses ermögliche es dem börsennotierten Unternehmen, die Preise für Sendungen zu erhöhen sowie die Laufzeit bei Briefen zu verlängern.
„Die Post kann nun auch mehr automatisierte Stationen einrichten“, führte Walter eine weitere Änderung auf.
Kaum Sanktionsmöglichkeiten
Während die Deutsche Post im Bereich der Briefsendungen kaum Konkurrenzdruck hat, sieht der Wettbewerb bei Paketdienstleistungen durch zahlreiche private Anbieter anders aus.
Doch was passiert, wenn die Post trotz gesetzlicher Vorgaben keine Agentur einrichtet? „Es gibt kaum gesetzliche Sanktionen, wenn das Unternehmen seinen Aufgaben nicht nachkommt“, hält Walter fest.
Auch Dornhan sucht
Wie in Sulz ist es auch in Dornhan zu einer Postschließung gekommen. Seit 1. Oktober werden im „Wollstüble“ von Regina Temelkoska keine Pakete mehr angenommen.
Zuversicht in Dornhan
Doch stattdessen ist Melanie Günthner aktiv geworden. Wer Päckchen oder Pakete hat, kann sie zum Paket-Shop bei Reifen Steidinger in die Gutenbergstraße 20 kommen.
Gebäude werden geprüft
Und wie geht es mit Briefen aus Dornhan weiter? Bernd-Otto Bührle von der Immobilienabteilung der Post erklärt, dass aussichtsreiche Gebäude geprüft werden würden.
Er sei zuversichtlich, dass die Dornhaner Bürger ihre Briefe auch bald wieder in einer eigenen Agentur abgeben könnten.