Mit Glasfaser ist eine schnelle Datenübertragung möglich (Symbol-Foto). Foto: dpa/Uwe Anspach

Die Telekom will in der Sulzer Kernstadt und in Mühlheim gigabitfähige Anschlüsse verlegen. Dazu gibt es am Montag, 19. Mai, eine Info-Veranstaltung.

Der Alltag wird immer digitaler – Home-Office am Tag, Streaming am Abend oder Telemedizin im Krankheitsfall sind nur einige Beispiele.

 

Daniel Weisshaar, der Regio-Manager der Telekom Deutschland, hat deshalb im Verwaltungsausschuss über den geplanten Glasfaserausbau in Sulz informiert.

Glasfaser bis ins Haus

„Wir wollen in der Kernstadt und in Mühlheim gut 1520 Haushalte mit Glasfaser verbinden“, nennt der die Zielmarke. Der Baustart solle noch dieses Jahr erfolgen, der Beginn der Tiefbauarbeiten ist nach den Sommerferien vorgesehen. Je nach Länge der Winterpause sei mit der Fertigstellung Ende 2026 oder Anfang 2027 zu rechnen

Glasfaser Plus, ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und IFM Investors, lege die Glasfaser bis ins Haus, so dass man eine fast unbegrenzte Bandbreitenreserve habe.

Keine Vorvermarktungsquote nötig

IFM Investors sei als Pensionsfonds auf langfristige Rendite ausgerichtet, so dass während der Bauphase kein Insolvenzrisiko bestehe.

„Wir bauen ohne Vorvermarktungsquote und sparen dadurch viel Zeit“, erklärt Weisshaar. Das bedeutet, dass nicht eine bestimmte Anzahl – beispielsweise 33 Prozent der Anwohner – als Endkunden erreicht werden muss, sondern die Arbeiten zügig beginnen könnten.

Problem ländlicher Raum

„Glasfaser ist Infrastruktur, genauso wie eine Straße“, betont Stefan Wiest, der Breitbandbeauftragter des Landkreises Rottweil, die Bedeutung der Maßnahme zur besseren Digitalisierung. „Das muss sein.“

Deshalb habe man sich auch die Frist gesetzt, bis 2030 alle Haushalte im Landkreis gigabitfähig zu machen. Allerdings sei es im ländlichen Raum schwierig, da nicht immer eine durchgehende Bebauung vorläge.

Flexible Grenzziehung erwünscht

Je nachdem, wie die Verlegemethoden seien, unterschieden sich auch die anfallende Kosten, führt er weiter aus. So sei eine oberirdische Verlegung per Mast mitunter deutlich kostengünstiger als Tiefbaumaßnahmen, bei denen auch die Straße geöffnet werden müsse.

Doch stehen die geplanten Bereiche schon unumstößlich fest? „Wenn wir ein Gebiet von 15 Reihenhäuser haben, die direkt neben der auszubauenden Fläche liegen, können wir deren Anschluss noch prüfen lassen?“, erkundigt sich Hauptamt-Leiter Hartmut Walter.

„Das lasse ich prüfen“, beruhigt Weisshaar. Auch sei es möglich, verschiedene Anbieter – auch jenseits der Telekom – zu wählen.

Eine Bürgerveranstaltung findet zu dem Thema findet am Montag, 19. Mai, um 18 Uhr im Bürgersaal des Rathauses statt.