Derzeit laufen die Bauarbeiten an der Schömberger Straße (Ortsdurchfahrt) in Igelsloch. Foto: Wolfgang Krokauer

Schnelles Internet ist als Standortfaktor auch im ländlichen Raum unverzichtbar. Schritt für Schritt werden deshalb in der Gemeinde Oberreichenbach Glasfaserleitungen verlegt. Wie ist der Stand der Bauarbeiten?

In Sachen Glasfaserausbau arbeitet die Gemeinde Oberreichenbach mit Neuweiler, Unterreichenbach, Bad Herrenalb, Bad Teinach-Zavelstein und Neubulach zusammen. Die Gemeinden sind Teil einer Generalunternehmerausschreibung unter der Federführung des Eigenbetriebs Breitband des Landkreises Calw.

 

Bund übernimmt die Hälfte der Kosten

„Für den Ausbau in den Ortsteilen Würzbach, Naislach, Siehdichfür, Igelsloch und Unterkollbach investieren wir insgesamt 4,6 Millionen Euro, einschließlich der Fördermittel von Bund und Land“, teilte Bürgermeister Johannes Schaible auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Allein die Hälfte übernehme der Bund, weitere 40 Prozent das Land und der Rest die Gemeinde Oberreichenbach, so Schaible.

Die Bauarbeiten in Würzbach und Naislach seien seit August 2023 im Gange, teilte der Bürgermeister mit. „Bei günstigen Wetterbedingungen werden diese voraussichtlich über den Winter fortgeführt und bis ins Frühjahr 2025 abgeschlossen sein“, so Schaible über den Zeitplan: „Wir gehen davon aus, dass das Netz in beiden Ortsteilen noch in der ersten Jahreshälfte 2025 vollständig in Betrieb genommen werden kann“, war vom Rathauschef zu erfahren.

Derzeit laufen die Arbeiten in Igelsloch

Die Arbeiten in Igelsloch, Siehdichfür und Unterkollbach hätten vor etwa fünf Wochen begonnen, so Schaible: „Es wird erwartet, dass die Bauarbeiten bis Ende 2025 abgeschlossen werden, so dass der Netzbetrieb dort im Laufe des Jahres 2026 starten kann.“

Dann sind auch diese Ortsteile an die Datenautobahn angeschlossen. Rund 90 Prozent der Haushalte hätten sich in Igelsloch, Siehdichfür und Unterkollbach für einen Glasfaseranschluss entschieden, freut sich Schaible. Sie bekämen nun einen Glasfaseranschluss ohne eigene Kosten. Den Ausbau des schnellen Internets übernehme wegen des „Marktversagens“ die öffentliche Hand, weil private Unternehmen daran kein Interesse hätten, so Schaible.