Die Gesamtleistung des Netzes in Maulburg hat sich durch die Erweiterung bis zum Rathaus erhöht.
Sie liegt derzeit bei 2700 Megawattstunden. Daniel Weiß (HBG Ingenieurplanung) findet den Preis für den Nahwärmebezug im Vergleich mit den bisherigen Energieträgern konkurrenzfähig.
Der Bauausschuss hat dem Nachtrag zwei einer Haustechnik-Firma für die zusätzlich angefallenen Arbeiten an der Nahwärmezentrale in Höhe von 35 158 Euro zugestimmt. Im Zuge der Erweiterung des Nahwärmenetzes mussten Maßnahmen vorgenommen werden, die nicht geplant waren, erläuterte Daniel Weiß in der Sitzung am Montag. Das Ausdehnungsgefäß musste ausgebaut und erneuert werden und der Pufferspeicher musste, weil er undicht war, abgehängt werden.
Undichter Pufferspeicher trübt Bilanz kaum
Diese Maßnahmen trübten aber nur ein bisschen das positive Fazit der Erweiterung. Mit der Verlegung der Nahwärme in die Kupfergasse und Am Platz habe man 30 Gebäude angeschlossen, sagte der Ingenieur. Bei den meisten von ihnen sei der Nahwärmeanschluss in Betrieb. „Fast jeder hat mitgemacht“, freut sich Weiß. Durch die zusätzlichen Anschlüsse habe das Nahwärmenetz nun eine Gesamtleistung von 2700 Megawattstunden (MWh). „Das sind 1000 MWh mehr als zwei Jahre vorher.“ Weiß fügte hinzu: „70 Prozent der Wärmeerzeugung erfolgt über Holz, 20 Prozent über ein Blockheizkraftwerk und noch zehn Prozent über Gas.“
Er sieht weiteres Potenzial, um das Nahwärmenetz zu erweitern.
Wo ein weiterer Ausbau sinnvoll wäre
Der Neubau an der Höllsteiner Straße, das neue Wohnquartier in der Alemannen- und Hüsinger Straße mit 70 Wohnungen und die zwei „Blöcke“ in der Alemannenstraße, die eine neue Hausverwaltung bekommen haben, könnten noch angeschlossen werden.
Sinnvoll sei ein Anschluss auch für die Sprachheilschule. Weiß schilderte die Bedenken von Kreisräten, die sagten, ein Nahwärmeanschluss für die Schule sei nicht zu 100 Prozent klimaneutral, weil zu einem geringen Teil auch Gas als Wärmeerzeuger eingesetzt werde.
Weiß hob in der Sitzung des Bauausschusses außerdem hervor, dass die alten Heizkessel, mit denen die Maulburger bisher Wärme erzeugten, einen schlechteren Wirkungsgrad hätten als das neue Nahwärme-Heizsystem. Auch wenn der Gaspreis wieder gesunken sei, sei der Preis für die Nahwärmeversorgung außerdem konkurrenzfähig.