Das zwei Millionen Euro schwere Vorhaben soll die Infrastruktur der Verkehrsachse ertüchtigen.
Die Kanalerneuerung in der zentral gelegenen Teichstraße war Thema eines Vor-Ort-Termins Pressegesprächs. Dabei stellten Oberbürgermeister Jörg Lutz, Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić, Frank Beuschel, Betriebsleiter Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, Reiner Kropf, Projektleiter, Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung, Alexander Beuschel, Stadtwerke/badenova-Netze (Trinkwasserversorgung) sowie Thomas Strübe (Bauleitung Planungsbüro Süd West) das Projekt vor. Als Vertreter der ausführenden BauGmbH war Bauleiter Thorsten Köpfer dabei.
Stimmen aus dem Rathaus
„Die Kanalsanierung in der Teichstraße ist ein Infrastrukturprojekt von historischer Dimension. Wir erneuern hier einen mehr als 120 Jahre alten Hauptsammler und leisten damit einen zentralen Beitrag zur kommunalen Daseinsvorsorge. Eine funktionierende Abwasserbeseitigung ist unverzichtbar für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung – gerade vor den Herausforderungen durch Starkregen und den Klimawandel“, legte Oberbürgermeister Jörg Lutz beim Termin dar. Gleichzeitig eröffne die Maßnahme die Chance, die Teichstraße städtebaulich weiterzuentwickeln und als wichtigen Verbindungsraum zwischen Innenstadt und Wiese neu zu gestalten. „Uns ist dabei wichtig, verantwortungsvoll und kostenbewusst zu handeln. Wir setzen auf eine wirtschaftliche Planung und gehen davon aus, dass wir das Projekt durch Fördermittel zusätzlich unterstützen können“, sagte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić.
Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Stadt Lörrach hat am 12. Januar mit der umfassenden Erneuerung der Kanalisation in der Teichstraße begonnen. Das Projekt zählt zu einer der größten Infrastrukturmaßnahmen der kommenden Jahre und umfasst den Abschnitt Wiesenweg bis Rainstraße/Weinbrennerstraße. Neben der Kanalerneuerung werden auch Gas- und Trinkwasserleitungen erneuert. Die Maßnahme ist langfristig angelegt und mit erheblichen verkehrlichen Einschränkungen verbunden, teilt die Stadt Lörrach mit.
Die Baustelleneinrichtung erfolgt seit 12. Januar, die Vollsperrung der Teichstraße gilt ab Donnerstag, 15. Januar.
Warum die Maßnahme notwendig ist
Laut der Stadt Lörrach ist die Sanierung aus mehreren Gründen notwendig. Zum einen sei der bestehende Mischwasserkanal mehr als 120 Jahre alt. Gebaut wurde er um das Jahr 1900. Er gehört damit zu den ältesten Hauptsammlern der Lörracher Kanalisation. Fortschreitende bauliche Schäden wurden bei turnusmäßigen Untersuchungen festgestellt. Eine grabenlose Komplettsanierung ist aufgrund des Zustands nicht mehr möglich.
Was das Ziel der Arbeiten ist
Ziel ist die dauerhafte Sicherstellung der Abwasserentsorgung und der Schutz vor Risiken durch Starkregen und Klimawandelfolgen.
Baubeginn war am Montag, 12. Januar. Der Kanalbau soll etwa zwölf Monate in Anspruch nehmen. Die Gesamtbauzeit (inklusive Gas, Wasser, Straße) liegt laut der Stadt Lörrach bei etwa 18 Monaten.
Als erster Bauabschnitt kommt dieses Jahr der Bereich Teichstraße zwischen Wiesenweg und Gugelmeierstraße an die Reihe. Bauphase zwei wird sich dann voraussichtlich ab 2027 dem oberen Abschnitt der Teichstraße sowie der Gugelmeierstraße widmen.
Was das Vorhaben kostet
Die Baukosten liegen laut Ausschreibung bei etwa 1,6 Millionen Euro. Die Nebenkosten – etwa für Vermessung, Geologie und Ähnliches – betragen etwa 450 000 Euro. Die Gesamtkosten umfassen rund zwei Millionen Euro.
Die Herausforderungen bei den Arbeiten liegen darin, dass es um das Bauen im innerstädtischen Bestand mit unbekannten Altstrukturen geht. Auch die hohe Verkehrsbelastung der Teichstraße sowie das Koordinieren mehrerer Gewerke (Abwasser, Gas, Wasser) stellen Herausforderungen dar. Zugleich gelte es, die Erreichbarkeit für Anlieger, Betriebe und Busverkehr sicherzustellen, hieß es vor Ort.