Mit dem Konzert des Musikvereins „Gut-Klang“ Fischingen am Samstagabend galt es für Ortsvorsteher Jürgen Huber, die kernsanierte Wehrstein-Halle in einem Probelauf bei dieser ersten Veranstaltung zu testen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Der Fischinger Ortsvorsteher sprach sogar von einer neuen Zeitrechnung. Denn die Halle habe ihren Namen nun redlich verdient.
Aus vielen Vorschlägen Fischinger Bürger waren am Schluss nur noch zwei im Rennen: „Wehrstein-Halle“ und „Baindt-Halle“ – benannt nach dem Gewann „Baindt“, wo sich das Gebäude befindet. Letztendlich entschieden sich die Einwohner, sich an dem Fischinger Wahrzeichen, die Burg-Wehrstein, zu orientieren.
Bald ist die Halle zu klein
Die ursprüngliche Turn-und Festhalle war bereits 1969 fertig gestellt worden und konnte durch den Architekten Mohl aus Stuttgart in einer feierlichen Stunde mit der neu geschaffenen Grundschule der Gemeinde Fischingen übergeben werden.
Die Gesamtkosten lagen damals bei 950 000 Mark. Die 20 mal zwölf Meter große Hallenfläche erwies sich jedoch bei Veranstaltungen schon bald als relativ klein. Die Idee der „Auferstehung“ der Halle hatte der jetzige Ortsvorsteher Jürgen Huber, als er bei einer Bürgerbeteiligung 80 anwesende Bürger mit seinem Konzept begeisterte und sie selbst als sein „Baby“ bezeichnet.
Deutliche Vergrößerung
Statt einem Anbau, wie er in der Bevölkerung schon lange im Gespräch war, punktete Huber mit einem Multifunktionsraum samt separaten barrierefreien Zutritt und einer Schallschutzwand – abtrennbar von der übrigen Halle.
Mit dem neuen Raum, einem eigens angebauten Heizraum sowie einer weiteren Abstellmöglichkeit ist die Halle nun deutlich größer geworden.
Liebe auf den ersten Sitz
Danach wurde vom Stadtbauamt mit den Planungen begonnen: Das Amt errechnete eine Summe von 3,8 Millionen Euro Kosten. Nachdem die Bewilligungsbescheide vom Landessanierungsprogramm vorlagen, gab es grünes Licht vom Gemeinderat.
Beim Konzert am vergangenen Samstag war die Halle zur Premiere bis auf den letzten Platz besetzt und bestand ihre erste Veranstaltung mit Bravour. Auch aus der Bevölkerung kamen nur lobende Worte. Die Fischinger hatten sich bereits nach dem ersten „Rendezvous“ direkt in ihre Halle „verliebt“.
Mehrwert für alle Beteiligten
Auch der Musikverein Fischingen als Veranstalter lobte die Handhabung der neuen Halle. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Stühle beschwerlich durch eine kleine Tür oberhalb des Heizraumes transportiert werden musste.
Nun ermöglichen die auf Rollwagen gelagerten Tische einen deutlich schnelleren Aufbau. Der neue Thekenbereich samt industrieller Kaffeemaschine erleichtern auch das Arbeiten des Standpersonals. Nach Ansicht des Fischinger Ortsvorsteher wird die Halle, sei es für Veranstaltungen als auch bei den sporttreibenden oder sonstiger Benutzer einen deutlichen Mehrwert haben.
„Zusammenfassend kann ich feststellen: die Wehrstein-Halle ist ein Schmuckstück geworden“, erklärt Huber. Ihre nächste Bewährungsprobe wird die Halle mit dem 35. Jubiläum der Narrenzunft Fischingen erleben. Die Wehrstein-Halle soll am 6. April 2025 mit einem „Tag der offenen Tür“ gebührend eingeweiht und übergeben werden.