Michael Pfaff (links) und Alois Schanz (rechts) werden bei der Sitzung des Zweckverbands Heimbach-Wasserversorgungsgruppe vom Verbandsvorsitzenden Markus Huber verabschiedet. Foto: Gramlich

Aktuelle Baumaßnahmen und der Wirtschaftsplan standen standen beim Zweckverband Heimbach-Wasserversorgungsgruppe auf der Tagesordnung.

Der Zweckverband Heimbach-Wasserversorgungsgruppe wurde 1905 gegründet und besteht aktuell aus vier Kommunen im Landkreis Rottweil (Dornhan, Oberndorf, Fluorn-Winzeln, Bösingen) und einer Kommune im Landkreis Freudenstadt (Alpirsbach).

 

Aufgabe des Zweckverbands ist die Versorgung der beteiligten Ortschaften mit Trink-, Nutz- und Löschwasser. In der Sitzung des Zweckverbands wurden unter anderem aktuelle Baumaßnahmen vorgestellt.

Baumaßnahmen

Über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen an den Hochbehältern (HB) Röte und HB Gundelshausen wurden die Verbandsmitglieder informiert. Ziel der Maßnahme am HB Röte sei eine Verbesserung der Wasserdrucksituation im Gewann Gänslenbühl/Halden.

So solle auch im Belastungsfall oder bei Stromausfall eine Notversorgung gewährleistet werden. Im Laufe der Planungen hätten sich Änderungen ergeben, so dass sich die aktualisierten Kosten auf rund 250 000 Euro inklusive Planungskosten belaufen und höher liegen als ursprünglich geplant.

Die Leistungsverzeichnisse zu den jeweiligen Gewerken seien mittlerweile an Fachfirmen zur Angebotsaufforderung gegeben worden. „Die Ausschreibung läuft“, so der Verbandsvorsitzende, Dornhans Bürgermeister Markus Huber. Baubeginn soll im Frühjahr sein, sobald die Witterung es zulasse, so Huber weiter.

Wasser bleibt im Hochbehälter

Auch beim HB Gundelshausen sind Umbaumaßnahmen notwendig. Hintergrund sei, dass Gundelshausen weniger Wasser verbrauche als früher, was an der niedrigeren Einwohnerzahl und der geringeren landwirtschaftlichen Nutzung liege.

Man suche eine Lösung, um das Wasser vorzuhalten, damit es nicht so lange im Hochbehälter verbleibt. So sei man im Gespräch mit einem Landwirt, der über eine private Grube zur Zwischenlagerung verfüge.

Jahresabschluss 2023

Die Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder lag im Jahr 2023 mit 716 307 Kubikmeter (cbm) etwas über dem Plan (710 000 cbm) und brachte Erlöse in Höhe von rund 947 570 Euro, berichtete Verbandspfleger Benjamin Gramlich. Größter Abnehmer war Dornhan, gefolgt von Oberndorf und Bösingen. Mit einem Preis von 1,32 Euro/cbm fiel der Wasserpreis um 9 Cent geringer aus als geplant (1,41 Euro).

Betriebsbericht

Wassermeister Marc Kraibühler erklärte, dass das vergangene Jahr sehr niederschlagsreich gewesen sei, was für ordentliche Quellschüttungen gesorgt habe.

Der Härtegrad beim Wasser liege bei einem Wert von 12. Keine Probleme gebe es bei den Nitratwerten. Eine im September neu installierte PV-Anlage sorge für niedrigeren Stromverbrauch.

Wirtschaftsplan 2025

Der Wirtschaftsplan 2025 weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2 524 750 Euro aus. Davon sind 1 169 750 Euro im Erfolgsplan veranschlagt und 1 355 000 Euro im Vermögensplan. Die Betriebskostenumlage für den Wasserbezug wurde auf 1,41 Euro/cbm festgesetzt. Dieser Preis wurde für die kommenden drei Jahre berechnet, erklärte Gramlich. Der Gesamtverbrauch bleibe stabil.

Verabschiedungen

Aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sind Michael Pfaff und Alois Schanz. Der bisherige Alpirsbacher Bürgermeister und der langjährige Dornhaner Stadtrat wurden von Markus Huber für ihr langjähriges Engagement „über die Gemeindegrenzen hinweg“ gewürdigt.