Der Funkmast beim Wasserhochbehälter in Wessingen ist die wohl nutzloseste Infrastruktur-Einrichtung der Region. Das ist der aktuelle Stand.
Der Funkmast in Wessingen funkt nach wie vor nicht. Der größte Teil Wessingens ist für Smartphone-Nutzer deshalb nach wie vor ein Funkloch.
Darüber hat sich ein Einwohner bei der Sitzung des Ortschaftsrats beschwert. Er meldete sich bei der Bürgerfragestunde zu Wort und sagte, dass E-Autos eine funktionierende Verbindung brauchen. Wolle er Updates herunterladen, müsse er eigens woanders hin fahren.
Telekom will Richtfunk prüfen
Ortsvorsteher Joachim Breimesser sagte, dass Funkmast noch immer nicht in Betrieb ist. Sein letzter Stand ist, dass die Telekom Richtfunk prüfen will – in diesem Fall erhält der Funkmast in Wessingen von einem anderen Funkmast ein Signal und verteilt dieses über den Ort.
Ein Erdkabel zum Wasserhochbehälter zu bauen, hat sich als nicht möglich herausgestellt. Ein Anwohner verwehrt, das Kabel auf seinem Grundstück verlaufen zu lassen – was im Übrigen sein gutes Recht ist.
Alternative Trasse abgelehnt
Breimesser dazu: „Erst als die Trasse realisiert werden sollte, merkte man, dass das nicht geht.“ Die vom Ortschaftsrat vorgeschlagene alternative Route wäre 100 Meter länger gewesen, wurde von der Telekom mit Verweis auf die Kosten aber abgelehnt.
Funkmast-Ärger: Breimesser fragt bei Telekom nach
Breimesser will bei der Telekom nun erneut nachfragen, aber er machte auch klar: „Mehr als nachfragen kann ich nicht.“ Tatsächlich sind die Einflussmöglichkeiten des Ortschaftsrats bei diesem privatwirtschaftlichen Projekt überaus begrenzt.
Aufgestellt wurde der Funkmast im Jahr im Juni 2022. Die Konstruktion besteht aus Stahl und Beton, ist 22 Meter hoch und wiegt 16 Tonnen. Angeliefert wurde er an einem Stück. Aufgestellt wurde der Mast eigens mit einem Autokran.
Glasfaser-Ausbau startet im Frühjahr 2025
Immerhin eine positive Nachricht konnte Breimesser bei der Sitzung verkünden: Der Ausbau des Glasfasernetzes in Wessingen beginnt im Frühjahr 2025.