Die Brücke über die Schmiechaverdohlung in der Konrad-Adenauer-Straße im Albstädter Teilort Truchtelfingen ist marode. Jetzt war der Technische Ausschuss zum Handeln gezwungen.
Verdammt schnell ging die Sitzung des Technischen und Umweltausschusses der Stadt Albstadt am Dienstagabend über die Bühne. Nach wenigen Minuten war der öffentliche Teil vorüber. Jedoch soll die kurze Sitzungsdauer nicht über die Schwere der Themen hinwegtäuschen, die im Ausschuss behandelt und beschlossen wurden. Allen voran stand die Brücke in der Konrad-Adenauer-Straße im Teilort Truchtelfingen im Fokus.
Denn die dortige Brücke, die über die Verdohlung der Schmiecha läuft, ist alles andere als in einem guten Zustand. „Die Dauerhaftigkeit des Bauwerks ist grundlegend nicht mehr gegeben“, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage. Und auch die Verwaltung erklärte den Ratsmitgliedern, die ins technische Rathaus nach Tailfingen gekommen waren, dass das Bauwerk „statische Mängel“ aufweise und dringender Handlungsbedarf bestehe. Man müsse das Bauwerk innerhalb der nächsten ein bis drei Jahre ertüchtigen – „ Je länger wir warten, desto größer sind natürlich die Schäden“, heißt es von der Verwaltungsbank.
Ingenieurleistungen vergeben
Deshalb ist nun vorgesehen, zügig voranzuschreiten. Die Ingenieurleistungen wurden inzwischen vom TA vergeben und belaufen sich allein auf 102.794 Euro. Immerhin lassen sich ein Teil der Kosten sparen, da das Ingenieurbüro BES aus Villingen-Schwenningen bereits die objektbezogene Schadensanalyse für die marode Brücke übernommen hatte. Diese Daten lassen sich freilich weiterverwenden.
Insgesamt soll die Ausbesserung der Schäden 950.602 Euro kosten in den Haushaltsjahren 2026 und 2027. Gerade deshalb sei die Maßnahme noch im Haushalt dieses Jahres nachträglich aufgenommen worden, als der desolate Zustand der Truchtelfinger Brücke im Jahr 2025 so richtig zum Vorschein kam.
Eine Förderung ist möglich – aber nicht gewiss
Einen Lichtblick für die klamme Kasse Albstadts gibt es dann aber doch: Eine Förderung ist eventuell möglich. Ein entsprechender Termin beim zuständigen Regierungspräsidium in Tübingen habe da die Hoffnung geschürt, wenngleich die Verwaltung in der Sitzungsvorlage merklich auf die Euphoriebremse steige. „Aufgrund des Schadensbildes wurde eine Förderung in Aussicht gestellt.“ Und um diese zu bekommen, müssen „zahlreiche Nachweise“ erbracht werden, inklusive der vollständigen Antragstellung.
Da ist das Ingenieurbüro nun dran, das extra die hausinterne Büroorganisation überarbeitet hat, um den Antrag bis 30. Juni dieses Jahres fertig zu bekommen. Generell, so schließt die Verwaltung, sei die Angelegenheit „von hoher Dringlichkeit“, nicht nur wegen der Brücke selbst, sondern auch wegen der aktuell drumherum laufenden Arbeiten zur Umgestaltung der Truchtelfinger Ortsmitte. Der TA beschloss am Ende die Beauftragung der Ingenieurleistungen einstimmig.