Die Gemeinde stellt den Eigenbetrieben „Abwasserbeseitigung“ und „Bad und Versorgung“ zwei Trägerdarlehen mit einem Volumen von 1,11 Millionen Euro aus dem Kernhaushalt zur Verfügung.
In der Sitzung des Gemeinderats informierte Kämmerer Philipp Stahl darüber, dass zur Deckung des investiven Finanzmittelbedarfs des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung für die Haushaltsjahre 2024 und 2025 die Aufnahme eines kurzfristigen Trägerdarlehens von 960 000 Euro vorgesehen war.
Dies sei möglich, weil die Liquidität im Kernhaushalt in diesem Finanzzeitraum ausreichend vorhanden sei. Außerdem bestünden durch die Mittel aus dem Bundes-Sonderprogramm Infrastruktur (LukiF) zusätzliche Reserven.
Kurze Laufzeit
Bei dem Trägerdarlehen handle es sich um eine kurze Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029, danach werde auf ein Fremddarlehen umgeschuldet.
Die Verzinsung des Kredits liege bei 2,75 Prozent, schilderte Stahl die Konditionen.
Auf dem Dach der neu erbauten Fahrzeughalle des Bauhofs sei die Installation einer PV-Anlage geplant. Aus steuerlichen Gründen mache es Sinn, die Anlage im Eigenbetrieb „Bad und Versorgung“ zu buchen. Da die Mittel hierfür ohnehin im Kernhaushalt veranschlagt seien, spreche nichts gegen ein Trägerdarlehen von 150 000 Euro über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Die Verzinsung betrage drei Prozent, gab der Kämmerer bekannt.
Die Aufnahme der beiden Trägerdarlehen befürwortete der Gemeinderat bei der Abstimmung einstimmig.