Die rosa Schleife „Pink Ribbon“ ist weltweit das Symbol im Kampf gegen Brustkrebs. Foto: © Pixel-Shot –­ stock.adobe.com

Das Brustzentrum lädt für Freitag, 11. Oktober, zum Infonachmittag ins Klinikum in Freudenstadt ein.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Heilungschancen stehen heute besser denn je. Doch der Weg dorthin ist komplex und hört nicht bei der Tumorbehandlung auf.

 

Bei einem Informationsnachmittag am Freitag, 11. Oktober, stellt das Brustzentrum am Klinikum Landkreis Freudenstadt deshalb neueste Therapiemöglichkeiten und begleitende Behandlungsangebote vor.

„Der Blick über den Tellerrand hinaus ist vor allem bei Krebserkrankungen enorm wichtig“, erklärt Peter Seropian, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Freudenstadt, zu der auch das Brustzentrum gehört. „Zu einer guten Versorgung gehören heute längst nicht mehr nur schulmedizinische Maßnahmen, sondern auch psychosoziale Therapien und alternative Heilmethoden“, betont der Chefarzt.

Medizin, Naturheilkunde und Psychologie spielen eng zusammen

Am Brustzentrum in Freudenstadt wird dieses interdisziplinäre Zusammenspiel laut Mitteilung des Klinikums schon seit Längerem praktiziert. Beim Infonachmittag am Brustzentrum haben Betroffene, Angehörige und Interessierte die Gelegenheit, Therapiekonzepte und Behandlungsmöglichkeiten näher kennenzulernen.

Zum Auftakt des Infonachmittags spricht Ionut Marcel Cobec, Oberarzt am Brustzentrum Freudenstadt, über den wahrscheinlich wichtigsten Aspekt für alle Beteiligten: Was gibt es Neues bei der Behandlung von Brustkrebs (in der Fachsprache Mammakarzinom genannt)? Nach diesem schulmedizinischen Impuls stehen die begleitenden Behandlungsmöglichkeiten und Therapieangebote im Fokus.

„Brustkrebs ist nicht nur sehr beängstigend für die Betroffenen. Die Diagnose ist auch ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben der Patientinnen, wenn sie ihrem beruflichen oder sozialen Leben nicht mehr wie bisher nachgehen können“, weiß Tatjana Wolkow, Fachkraft für Onkologie und Palliative Care, Breast Nurse.

Strategien zur Verarbeitung der Erkrankung

Dass man den psychologischen Belastungen einer Krebsdiagnose nicht hilflos gegenüberstehen muss, erklärt Helena Schütze. Die Diplom-Psychoonkologin von der psychosozialen Beratungsstelle Tübingen, Außenstelle Horb, stellt den Besuchern des Infonachmittags Strategien vor, die bei der Verarbeitung der Krebserkrankung helfen können.

Vor allem die Chemotherapie mit ihren Nebenwirkungen ist für Betroffene ein belastendes und beängstigendes Element in der Krebstherapie, heißt es weiter in der Mitteilung. Am Klinikum Freudenstadt wird die Chemotherapie daher mit Naturheilverfahren begleitet, um die Nebenwirkungen zu lindern.

Wie das naturheilkundliche Nebenwirkungsmanagement während oder nach einer Chemotherapie funktioniert, darüber spricht Claudia Hänle, Oberärztin für Gynäkologische Onkologie, Naturheilverfahren und medikamentöse Tumortherapie im RKH Ludwigsburg. Zwischen den Vorträgen gibt es eine Pause bei Kaffee, Kuchen und Musik. Nach den Vorträgen haben die Gäste Zeit, Fragen zu stellen oder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dienstleister und Fachanbieter sind mit Ständen vertreten

Begleitend zum Programm zeigen Fachanbieter und Dienstleister an Ausstellungsständen ihre Angebote zum Thema. Auch die „Schmetterlingsgruppe“ der Stiftung Eigen-Sinn ist dabei. Unter der Leitung von Heide Wagner-Aescht bietet sie Unterstützung für Kinder und Jugendliche, deren Eltern schwer erkrankt sind.

Der Infonachmittag findet von 15 bis 18 Uhr in den Besprechungsräumen des Klinikums im Erdgeschoss statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.