Die ehemaligen Maute-Gebäude in Bisingen sind inzwischen abgerissen worden. Nun stehen die Zukunftsplanungen an. Foto: Schwabenethan

Der Infoabend „Energie- und Wärmekonzept“ findet am Donnerstag, 30. November, ab 18 Uhr im kleinen Saal der Hohenzollernhalle statt. Was Besucher erwarten dürfen.

Das „Energie- und Wärmekonzept“ für das Quartier auf dem sogenannten Maute-Areal ist Thema bei einem Informationsabend der Gemeinde Bisingen und des Projektteams des Maute-Areals am heutigen Donnerstag, 30. November, ab 18 Uhr im kleinen Saal der Hohenzollernhalle. Einlass ist ab 17.30 Uhr.

 

EnBW bei Infoabend vor Ort

Was ist bei der Veranstaltung geboten? Im Rahmen des Informationsabends stellt die EnBW ihre Vorgehensweise und die weiteren Arbeitsschritte vor. Auf die Probebohrungen für die Geothermie, die im Dezember 2023 auf dem Maute-Areal durchgeführt werden sollen, wird seitens der EnBW eingegangen und bestehende Fragen aus der Nachbarschaft beantwortet.

Zum Hintergrund: Der Gestaltungsbeirat „Maute Areal“ begleitet den Gesamtprozess und hat sowohl den „Bisinger Weg“ als Werkzeugkasten für ein lebendiges Quartier als auch Leitlinien für die Entwicklung definiert. Einer dieser Leitsätze befasst sich mit Energie. In diesem Sinne wird ein zukunftssicheres, regionales und nachhaltiges Energie- und Wärmekonzept angestrebt. Bereits im Jahr 2022 wurde ein Energiekonzept für das Maute-Areal von der Firma EBöK aus Tübingen erarbeitet. Auf diesen Ergebnissen aufbauend wurde im Frühjahr 2023 die EnBW mit der Überprüfung der Durchführbarkeit beauftragt.

Zentrale Versorgung für Maute-Areal denkbar

Ziel ist, das Maute-Areal möglichst „klimagerecht“ zu gestalten. Außerdem stellt das Konzept dar, ob und in welcher Art eine zentrale Versorgung aufgebaut werden kann.

Die energetische Bewertung erfolgte auf Basis des städtebaulichen Entwurfs. Den geplanten Gebäuden wird eine gute Kompaktheit bescheinigt, so dass eine gute Sonneneinstrahlung und Belichtung der Wohnungen und Gewerbeflächen gegeben ist. Zur aktiven Solarenergienutzung eignen sich die Dachflächen aller untersuchten Gebäude, jedoch in unterschiedlicher Weise je nach Sattel- oder Flachdach. Die Dachflächen der Gebäude sollen für die Stromerzeugung mit PV-Anlagen genutzt und möglicherweise die oberirdischen Parkplätze mit aufgeständerten Photovoltaik-Anlagen überdacht werden.

Kalte Nahwärme im Gespräch

Eine Wärmeversorgung mittels kalter Nahwärme mit Erdwärmesonden wird derzeit von der EnBW überprüft. Kalte Nahwärme zählt zu den Erneuerbaren Energien. In einem kalten Nahwärmenetz wird die dem Erdreich entzogene Wärme auf einem Temperaturniveau von zwei bis zwölf Grad Celsius an die Verbraucher verteilt. Bei den Verbrauchern erzeugt je eine Wärmepumpe nutzbare Wärme auf dem benötigten Temperaturniveau. Das Thema wird auch beim Infoabend vorgestellt.