Welche Auswirkungen Starkregenereignisse haben und wie sich Grundstückseigentümer vor den Folgen schützen können, ist Inhalt einer Informationsveranstaltung. Diese findet am Mittwoch, 12. März, um 19 Uhr in der Stadthalle statt.
Die Bilder sind vielen noch in Erinnerung. Seien es die Wassermassen, die 2021 an der Ahr zu einer Hochwasserkatastrophe mit 135 Toten sorgten oder die Regenfälle in Bayern und Baden-Württemberg, die Ende Mai 2024 an Donau und in der Bodenseeregion Schäden von bis zu drei Milliarden Euro verursachten.
Auch in Sulz ist es in der Vergangenheit zu Starkregenereignissen gekommen. Im August liefen wegen starkem Regen mehrere Keller in Holzhausen voll, zwei Monate zuvor hatte Dauerregen zu einem Erdrutsch bei Renfrizhausen geführt. Damals füllte die Feuerwehr 1500 Sandsäcke, um für den Ernstfall gewappnet zu sein.
Starkregengefahrenkarten sind online
„Starkregenereignisse sind immer häufiger auftretende, lokal begrenzte Regenfälle, die durch ihre hohe Intensität und große Niederschlagsmenge auffallen“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Die dadurch plötzlich auftretenden Überflutungen belasteten die Natur und Kanalisation und können Straßen und Gebäude überschwemmen.
Um die Risiken sichtbar zu machen, zu erklären und entsprechende Maßnahmen zu ermöglichen, stellt die Stadt deshalb die kürzlich durch die Untere Wasserbehörde freigegebenen Starkregengefahrenkarten, welche auf potenzielle Überschwemmungsgebiete und Überflutungsrisiken bei extremen Regenereignissen hinweisen, auf der Homepage zur Verfügung.
Info-Veranstaltung in Stadthalle
„Die Eigenvorsorge spielt in Bezug auf das Starkregenrisikomanagement eine bedeutende Rolle, um Sachschäden zu vermeiden“, heißt es weiter. Auch wenn die Stadt durch Infrastrukturmaßnahmen bereits Vorkehrungen treffe, liege es in der Verantwortung der Eigentümer, ihre Gebäude durch bauliche Schutzmaßnahmen wie Rückstauklappen, wasserdichte Kellerfenster und mobile Hochwasserschutzbarrieren zu sichern.
Deshalb gibt es am Mittwoch, 12. März, um 19 Uhr in der Stadthalle eine Informationsveranstaltung zum Starkregenrisikomanagement.
Maßnahmen zum Eigenschutz
In ihr wird seitens des Ingenieurbüros Winkler und Partner erklärt, welche Auswirkungen Starkregenereignisse in Sulz haben können. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Erläuterung der Starkregengefahrenkarten liegen.
Darüber hinaus werden Maßnahmen zum Eigenschutz vorgestellt, damit sich Grundstückseigentümer vor den Folgen von Starkregen schützen können.
Feuerwehr ist gut aufgestellt
Im Zuge der Veranstaltung sei auch eine Ausstellung im Foyer der Stadthalle geplant, in der sich die Besucher nach der Veranstaltung näher informieren können. Auch das Ingenieurbüro Winkler und Partner, Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Landratsamts Rottweil und die Feuerwehr Sulz stehen im Anschluss für einen fachlichen Austausch zur Verfügung.
Dass die Feuerwehr für Starkregen-Ereignisse gut gewappnet sei, hat Stadtbrandmeister Florian Karl schon im vergangenen Jahr betont. „Bei Hochwasser oder Starkregenereignissen haben wir die technischen Mittel und sind auch administrativ gut aufgestellt“, erklärte er im Oktober.
Rückhaltesysteme warten
So habe man genügend Pumpen und Wassersauger für bereits eingetretenes Wasser, auch bereits gefüllte Sandsäcke sowie noch leere.
Starkregenereignisse kämen manchmal so unvorhergesehen, dass Hausbesitzer oftmals keine Möglichkeit mehr haben, zu reagieren. Doch sei es grundsätzlich wichtig zu wissen, ob man in einem gefährdeten Bereich wohne.
„Man sollte immer darauf achten, dass Rückhaltesysteme – also Rückschlagklappen für das Abwassersystem –, die im Gebäude verbaut sind, einer jährlichen Wartung unterliegen“, rät er.