TikTok Star Pascal Martin alias „Qualle“ gab in Ebingen einen Workshop zum respektvolleren Umgang mit Schiedsrichtern. Außerdem pfiff er ein Spiel und gab eine Autogrammstunde.
Am vergangenen Samstag kam es zu einer Fußball-Veranstaltung der etwas anderen Art. Auf dem Rasen des ehrwürdigen Albstadions war dieses mal der Unparteiische der Hauptakteur – und das ganz ohne skandalöse Fehlentscheidung.
Pascal Martin, besser bekannt als „quallexd001“, „QualleXD“ oder auch nur Qualle, ist vor allem bei den jüngeren Fußball-Fans sehr beliebt. Mit unterhaltsamen Kurzvideos ging der 22-jährige Jugendschiedrichter bereits 2022 viral. Durch die sozialen Medien, zunächst per TikTok, mittlerweile aber auch durch Instagram und YouTube, verbreitet der Ostwestfale eine klare Botschaft: „Mehr Respekt für den Schiedsrichter“. Mit fast einer Millionen Followern auf TikTok verbucht „Qualle“ auch eine immense Reichweite.
Duell der D-Juniorinnen
Unter strahlendem Sonnenschein pfiff Martin eine Partie der beiden Mannschaften der D-Juniorinnen des FV Rot-Weiß Ebingen. Mit 6:0 (3:0) gewann die erste Mannschaft deutlich. Die treibende Kraft des Events war Jugendtrainerin und Vorstandsmitglied Sarah Müller, welche auch am Seitenrand der ersten Mannschaft der D-Jugend stand.
Manfred Schwarz und Markus Pasternak betreuten die zweite Mannschaft und coachten gegen ihre beiden Töchter, welche im anderen Team spielten. Schwarz musste sogar mit ansehen, wie seine Tochter gegen ihn traf. „Ich selbst kannte Qualle zwar nicht, von den Mädels kannten ihn aber alle schon. In letzter Zeit waren auch mehr von ihnen im Training, um bei dem heutigen Event dabei sein zu können“, so Pasternak.
Autogramme, Selfies und ein Workshop unter freiem Himmel
Nach der ersten Partie gab es noch eine Autogrammstunde, welche länger als erwartet dauerte. Daher fing auch der folgende Workshop mit knapp 50 Minuten Verspätung an. Neben den Mädels aus Ebingen waren auch einige andere Kinder dabei. Beim kostenpflichtigen Workshop wurde deutlich, dass Martin den Umgang mit Kindern liebt. Unter freiem Himmel und mit einer Menge Humor führte „Qualle“ den Workshop und motivierte die Kinder eine eigene Schiedsrichter-Karriere in Angriff zu nehmen. Neben einer komplett kostenfreien Schiedsrichter-Ausbildung, inklusive Stellung des nötigen Zubehörs, spricht Martin auch den geringeren Konkurrenzkampf an. „Wer mit 13, 14 Jahren anfängt zu pfeifen, wird später sehr wahrscheinlich sehr hoch pfeifen“, so „Qualle“.
Linienrichter – schwerer als erwartet
Auf der offiziellen Seite des DFB sind etwa 2,2 Millionen Spieler und knapp unter 55. 000 Schiedsrichter in Deutschland registriert.
Bei einer gemeinsamen Übung durften die Kinder mit einer Schiedsrichter-Fahne den Linienrichter spielen und eine fiktive Abseitsposition anzeigen. Von den Kindern und auch den Eltern konnte allerdings niemand die Aufgabe des Linienrichters korrekt nachahmen – „Qualle“ korrigierte mit seinem Fachwissen. Alles in allem war es eine mehr als gelungene Veranstaltung.