Rund 2000 Quadratmeter Produktionsfläche bietet das neue AP&S-Werk an der Friedrich-Ebert-Straße. Platz, der dringend benötigt wird, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt.
Donaueschingen. "Nur mit dem Ausbau unserer Produktionskapazität können wir der hohen Auftragslage gerecht werden", wird Tobias Drixler, Chef der operativen Geschäfte (COO), zitiert. Mit der Schlüsseltechnologie für die Halbleiterfertigung sei AP&S auch von der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Mikrochips betroffen. "Die Halbleiterhersteller benötigen dringend unsere Nassprozessanlagen für ihre Fertigungswerke. Die Lieferzeiten für diese zu verkürzen und die Kapazität zu steigern, ist für uns oberstes Ziel", so Drixler.
Vormontage und Modulbau als Schwerpunkte
Knapp 20 Fertigungsmitarbeiter sind zum Start im Werk 3 angesiedelt. Vormontage und Modulbau sind Aufgaben-Schwerpunkte. Im Oktober 2021 starteten die Umbauarbeiten, im Januar 2022 gingen die Umzugsarbeiten los. Seit vergangener Woche läuft der reguläre Fertigungsalltag.
Erst 2019 war die Fertigung am AP&S-Hauptsitz in Aasen ausgebaut sowie das Werk 2 eingeweiht worden. Schon Ende 2020 war klar, dass der nächste Expansionsschritt nicht lange auf sich warten lässt. Die Herausforderung einer schnellen Kapazitätserweiterung ziehe sich in der gesamten Halbleiterbranche durch, erklärt Drixler. Chiphersteller berichteten im Wochentakt über geplante Milliarden-Investitionen. Diese brächten einen großen Bedarf an Fertigungsequipment mit sich. Langfristig gesehen werde die Nachfrage nach Halbleitern nicht abreißen. Diese sind elementare Bestandteile jeder modernen Technologie.
Schritt war strategisch wichtig
"Mehr Digitalisierung und mehr E-Mobilität bedeutet zwangsläufig mehr Mikrochips. Daher war der Schritt mit einer weiteren Fertigungshalle auch für uns strategisch sehr wichtig", führt Drixler weiter aus.
Aktuell wird auch das Hauptwerk in Aasen um 1000 Quadratmeter erweitert. Der Anbau soll künftig einige administrative Bereiche und die Logistik beherbergen. Der Bezug ist im zweiten Quartal 2022 geplant.