Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz die MINT-Fächer, beschäftigen die Schüler des Progymnasiums Burladingen im Inneren des Erlebnis-Lern-Trucks des Bildungsnetzwerks Baden-Württemberg „Coaching 4 Future“.
Was stammt eigentlich alles aus der Industrie? Mit dieser Frage steigen die Tech-Coaches Katinka Biebrich und Marco Umstätter am Montagmorgen in das Thema „Digitalisierung“ ein. Die Vorschläge der anfangs noch etwas schüchternen Schüler: Smartphones, Kaffeemaschine, Autos und Lebensmittel. „Richtig“, lobt Biebrich. „Die Industrie betrifft also viele Bereiche unseres Alltags“, stellt sie fest.
Damit alle auf dem gleichen Stand sind, gibt es einen kurzen Überblick über die Geschichte der Industrie, insbesondere mit Hinblick auf die industrielle Revolution durch die Einführung der Fließbandarbeit durch den amerikanischen Autohersteller Henry Ford. „Ganz schön langweilig“, finden die Schüler das mittlerweile veraltete Konzept. Umso mehr schätzen sie daher, die durch Roboter möglich gemachte Automatisierung.
Fachkräfte gewinnen
Ziel des Projekts ist es zu zeigen, wie vielfältig, kreativ und abwechslungsreich industrielle Berufe sind. Schüler von der achten bis zur zehnten Klasse können so Technologien wie 3D-Scan, Robotik oder Virtual Reality ausprobieren und mehr über Karrierechancen und Berufswege in der digitalisierten Industrie erfahren.
Im „Raum der Technologien“ lernten die Schüler der 8a verschiedene digitale Technologien kennen und setzten sich spielerisch damit auseinander. Ihr kreativer Arbeitsauftrag: Ein eigenes digitales Produkt – wie das Auto der Zukunft oder eine Unterrichtsstunde im Jahr 2030 – zu entwickeln und anschließend präsentieren. In Zweier- und Dreiergruppen nutzen die 14- bis 15-Jährigen jede Station für zehn Minuten aus.
Sichtlich begeistert sind die Schüler insbesondere von den Stationen, bei denen eine VR-Brille und ein 3D-Drucker zum Einsatz kommen.
Eine Herausforderung ist für einige allerdings die Programmierung des Roboters, weiß Tech-Coach Katinka Biebrich. „Da muss nämlich Mathe angewendet werden und das liegt nicht allen.“
Am Nachmittag können sich die Schüler dann noch in verschiedenen Workshops ausprobieren und dabei beispielsweise eine Handy-App und eine dem Verkehrsfluss angepasste Ampelschaltung an einer Kreuzung programmieren oder sich überlegen, wie sie selbst die Zukunft der Digitalisierung mitgestalten könnten.