Der Adventzauber auf dem Kirchplatz in Weigheim zog zu Beginn der Vorweihnachtszeit auch während seiner Zweitauflage das Publikum wie ein Magnet an.
Vor allem am Samstagabend gab es in dem von örtlichen Vereinen betreuten Hüttendorf kaum mehr ein Durchkommen.
Ortsvorsteher Holger Fetzer begrüßte das Publikum während der vom einheimischen Musikverein begleiteten Eröffnung. Nahezu in Vergessenheit geriet dabei die Entstehungsgeschichte des zauberhaften Ambientes, die durch den Totalausfall der Hallennutzung bedingt war.
Der Adventszauber entwickelte sich rasch zu weit mehr als einem Ersatz für den jahrelang in der Festhalle ausgerichteten Adventsbasar. Doch was im Vorjahr aus der Not heraus entstand, hat sich in einer Umgebung etabliert, die geeigneter nicht sein könnte.
Zwischen Kirchplatz und Vereinsheim der katholischen Jugend der Seelsorgeeinheit Neckar-Baar und den Ministranten Weigheim stellte sich auf Anhieb eine adventliche Stimmung ein. Der Duft von Glühwein wehte über das Gelände und mischte sich mit dem Aroma gebrannter Mandeln.
Rund ums Lagerfeuer
In den Jurte-Zelten der Pfadfinder drängten sich die Menschen rund um das Lagerfeuer und sangen weihnachtliche Lieder und vertieften sich in Gesprächen bis tief in die Nacht. Heimat- und Trachtengruppe, Fußballverein, Musikverein und Freiwillige Feuerwehr hatten in ihren Holzhütten keine ruhige Minute, um alle kulinarischen Wünsche der Gäste zu erfüllen. Kulturell bereicherten zudem die Bläserjugend des Musikvereins und ein Kinderchor mit ihren Auftritten das Geschehen.
Am Sonntag gesellte sich mit dem Adventsbasar und einer von der Turngemeinde betreuten Kaffeestube im Pfarrheim eine weitere Attraktion hinzu. An den Basarständen gab es selbst gemachte vorweihnachtliche Basteleien, Strickereien und vieles mehr zu bewundern und zu erstehen.
Die Besucherresonanz am Sonntag war nicht ganz so hoch wie am Samstag, was aber auch kaum möglich war. Der Adventszauber erwies sich auch in diesem Jahr als ein willkommenes Beispiel dafür, dass es vorteilhaft sein kann, Neues zu wagen und gewohnte Veranstaltungen neu zu überdenken.